Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension: Hot English - Verboten Wild (English 2)

Hot English - Verboten wild von Ilsa Madden-Mills, erschienen bei Mira Taschenbuch, Taschenbuch, 320 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Bewaffnet mit einer Flasche Tequila stürzt sich Studentin Remi ins Londoner Nachtleben, um ihren Liebesfrust zu vergessen. Dabei trifft sie ausgerechnet auf Dax. Auch dieser britische Bad Boy hat ihr vor Jahren das Herz gebrochen. Seither macht sie immer einen Bogen um ihn. Denn ein Typ wie er ist einfach zu sexy. Zu gefährlich. Zu viel von allem. Nur will ihr Körper das dummerweise in dieser wilden Partynacht nicht hören. Das Resultat: ein höllischer Kater und ein nackter Dax neben ihr …"

Warum hab ich es gelesen?
Auf mich als anglophiler Mensch wirkte das Cover geradezu magisch! Die Kombination aus London und Bad Boy überzeugte mich dann endgültig, die Geschichte zu lesen.

Wie war's?
Gleich vorneweg: Man muss den ersten Band Dirty English nicht gelesen haben, da sie beide eigenständig sind (tatsächlich hatte ich ihn gelesen, es aber schon wieder vergessen). Die Verbindung besteht durch die Brüder Declan und Dax, die jeweiligen männlichen Protagonisten.
Nun aber zu diesem Band: Die ersten hundert Seiten gefielen mir bis auf eine etwas zu dramatische Szene wirklich gut. Zwar hat es mich etwas aufgeregt, dass der gute Dax als Bad Boy betitelt wird, nur weil er in puncto Frauen eben nichts anbrennen lässt, aber gut, dass hat sich wohl mittlerweile so eingebürgert.
Remi war recht sympathisch, man konnte sehr schön mit ihr mitleiden und hat ihr gleich einen aufregenden Abend mit dem guten Bad Boy Dax gewünscht. Dass die beiden bereits eine Geschichte haben war für mich gut ausgearbeitet und lies mich auch ganz leicht über die Tatsache hinwegsehen, dass sich diese beiden amerikanischen Studenten derselben Uni, die sich schon zuvor ein Bett geteilt haben, plötzlich schicksalhaft trotz dem Tragen einer Maske auf einer Party in einem Londoner Club treffen und wiedererkennen. Schon okay, so ist das eben im NA Genre.
Leider kippte die Geschichte dann recht schnell in unötiges Drama und viel Hin und Her. Remi ging mir unglaublich auf den Keks, da ich weder ihre Gefühle noch ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Ich hätte sie gerne ganz fest geschüttelt.
Irgendwie wollte sich auch kein wirklicher Spannungsbogen aufbauen, da alles, auch die 'große Enthüllung', schon recht vorhersehbar war. Das Buch habe ich dann zwar noch beendet, aber es war wirklich ein Akt. Da konnte leider auch der gute Dax nichts mehr retten.

Was war besonders?
Die Idee, die Geschichte in vielen Punkten auf Romeo und Julia anspielen zu lassen, fand ich ganz süß.

Reading Hot English - Verboten wild makes me feel like...
...guter Anfang, das Niveau konnte die Geschichte aber leider nicht halten. Also eher lauwarmer statt hot.


Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 12. Juni 2018

Rezension: Exit - Das Buch - Tagebuch 29

Exit - Das Buch - Tagebuch 29 von Dimitris Chassapakis, erscheinen bei Franckh Kosmos Verlag, Taschenbuch,
144 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Ein Forscherteam arbeitet 28 Wochen lang an einem mysteriösen Projekt. In der 29. Woche geschieht etwas Unerwartetes und plötzlich sind alle verschwunden. Nur dieses Tagebuch bleibt zurück – mit 63 Rätseln, die es zu lösen gilt, um zu erfahren was passiert ist!
Zur Lösung der Rätsel werden benötigt: dieses Buch, ein Stift, ein Smartphone, Tablet oder Computer mit Internetzugang, Mut und Verstand. Alles ist erlaubt: schreiben, zeichnen, knicken, falten, schneiden oder reißen – ohne Rücksicht auf das Buch – alleine oder im Team. Die Lösungscodes werden im Internet gegen Schlüssel getauscht. So öffnet sich der Weg zur nächsten Aufgabe. Nur wer alle Codes knackt, findet heraus, was geschehen ist.
Live-Escape-Feeling im Profi-Level."
Ich bin ein riesiger Fan der Exit Spiele und habe mit meinem Spieletrupp bereits alle erschienenen Abenteuer durch. Demenstprechend war ich wahnsinnig neugierig, ob das Live-Escape-Konzept auch in Buchform für mich alleine aufgeht.

Wie war's?
Ich nahm dieses kleine schwarze Büchlein bewaffnet mit Bleistift und Smartphone in die Hand, legte die Füße hoch und hoffte, dass sich mein Hirn des auf dem Einband angegebenen Profilevels würdig erweisen würde. Durch die verständliche Einführung und die ersten, einsteigerfreundlichen Rätsel fand ich sehr schnell ins Konzept hinein.
Man löst ein Rätsel, geht entweder manuell oder per QR Code zur passenden Homepage, gibt dort seine Lösung ein und erhält ein Schlüsselwort. Alle paar Seiten werden diese Schlüsselwörter benötigt, um ein weiteres Rätsel zu lösen. Diese Vorgehensweise fand ich ganz geschickt, da man so nicht komplett querbeet durchs Buch rätseln kann sondern sich schon an die Reihenfolge halten muss. Rückblickend frage ich mich allerdings: Wozu?
Denn mein größter Kritikpunkt an diesem doch sonst recht unterhaltsamen Buch ist die fehlende Story. In den Exit Spielen ist man immer in ein Szenario eingebettet (eingeschlossen im Labor mit tödlichen Virus, eine Bombe finden und entschärfen etc.) und das Spielmaterial orientiert sich daran. Warum nicht auch hier? Alle paar Rätsel ein kleiner Textschnipsel als Belohnung dafür, dass man es bereits bis hierher geschafft hat wären da ja schon völlig ausreichend. So bleibt die einzige Motivation, zusammenhanglose Rätsel zu lösen, bei denen die Reihenfolge quasi vorgegeben ist. Da hatte ich mir definitiv etwas mehr versprochen.
Die Rätsel an sich sind dabei völlig durchwachsen. Für mich war von allem etwas dabei; von einfach bis schwer, abstrakt, Zahlen, Buchstaben, Logik... Wenn ich mal nicht weiter wusste gab es ja das aus den Spielen bekannte Hilfekartensystem, was wie ich finde auch hier recht gelungen greift. Ich persönlich muss jetzt nicht meine benutzten Hilfekarten zählen, um eine Wertung zu erhalten, verstehe aber, wenn jemand das gerne als Anreiz nimmt.


Was war besonders?
Ich mochte es tatsächlich gerne, dass ich mein Handy in manchen Rätseln zur Hilfe nehmen musste. Das fühlte sich gleich viel mehr nach Recherche und Schnitzeljagd an.

Reading Exit - Das Buch - Tagebuch 29 makes me feel like...
...tolles Konzept, aber noch einiges an unausgeschöpftem Potenzial.

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 3. Juni 2018

Rezension: Save You (Maxton Hall 2)

 Save You von Mona Kasten, erschienen bei LYX, broschiert, 384 Seiten, 12,90€

Worum geht's?
""Du hast mir das verdammte Herz rausgerissen. Und ich hasse dich dafür.
Aber ich liebe dich auch, und das macht das Ganze so viel schwerer."

Ruby ist am Boden zerstört. Noch nie hatte sie für jemanden so tiefe Gefühle wie für James. Und noch nie wurde sie so verletzt. Sie wünscht sich ihr altes Leben zurück ― als sie auf dem Maxton Hall College niemand kannte und sie kein Teil der elitären und verdorbenen Welt ihrer Mitschüler war. Doch sie kann James nicht vergessen. Vor allem nicht, als dieser alles daransetzt, sie zurückzugewinnen."

Warum hab ich es gelesen?
Nach dem doch recht gemeinen Ende vom Vorgänger Save Me konnte ich natürlich kaum erwarten, wie es mit Ruby und James weitergeht.

Wie war's?
Ich bin tatsächlich nur so durch die Seiten geflogen. Das hat zum einen den Grund, dass ich Mona Kastens Schreibstil ganz fantastisch finde, zum anderen, dass die Handlung, wie bereits im ersten Band, oft einfach dahin plätschert. Tatsächlich stört es mich nicht, dass nicht so unglaublich viel passiert, da es auf mich wirklich so wirkt, als wolle sich die Autorin eben ein bisschen Zeit lassen. Einzig Rubys Hin-und-Her fand ich zeitweise etwas anstrengend, aber noch alles im Rahmen.
James hat für mich richtig an Realität und Greifbarkeit gewonnen. Im ersten Band war er ja doch noch ein sehr klischeebehafteter Charakter. Nun hat er wesentlich mehr Ecken und Kanten - er ist mir trotz seines Fehlverhaltens wesentlich sympathischer geworden.
Und ja, dann kam das Ende. Einige Vögelchen hatten ja bereits gezwitschert, dass es einen fiesen Cliffhanger geben würde (was ja nun bei einer solchen Reihe auch keine allzu große Überraschung war), doch ich habe mich tatsächlich auch ziemlich über die Geschehnisse aufgeregt. Schon ein äußerst gemeines Ende, jedoch mit vielversprechendem Epilog. Zwar werde ich die dreimonatige Wartezeit bis zum finalen Band überstehen, ABER...

Was war besonders?
Mich hat es sehr glücklich gemacht, nun auch Einblick in die Nebencharaktere zu erhalten. Mein Herz schlägt ganz ganz doll für Ember, Wren und Lydia. Wobei ich auch nichts gegen etwas mehr Alistair einzuwenden hätte!

Reading Save You makes me feel like...
...gelungene Fortsetzung, die dem Stil des ersten Teils treu bleibt. Ich bin auf das Finale gespannt!

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Montag, 28. Mai 2018

Rezension: Origin (Robert Langdon 5)

Origin von Dan Brown, erschienen bei Bastei Lübbe, Gebundene Ausgabe, 672 Seiten, 28€


Worum geht's?
"Die Wege zur Erlösung sind zahlreich.
Verzeihen ist nicht der einzige.
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner "bahnbrechenden Entdeckung", das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen."

Warum hab ich es gelesen?
Ich mag die Schnitzeljagdromane rund um Robert Langdon sehr gerne, vor allem da sie meist kontroverse Thematiken behandeln. Und da der Klappentext von Origin mehr als kryptisch klang (für mich ungeduldiges, neugieriges Wesen eine reine Katatsrophe!), war ich gespannt, was Professor Langdon nun wieder entdeckt.

Wie war's?
Beim fünften Band kennt man ja nun den Protagonisten und das Plotmuster des Autors. Ich möchte von der  Story nichts vorwegnehmen (ja, diese Rezension wird dem Stil des Klappentextes folgen!), aber als klar war, in welche Richtung die Geschichte gehen würde, ließ sich das Ende recht schnell erahnen. Hierdurch hatte das Buch dann auch so einige Längen, durch die ich mich etwas durchkämpfen musste. Vor allem die letztendliche Auflösung und die große Entdeckung waren dann doch ein bisschen...halbgar. Der große Wow-Effekt blieb bei mir dieses Mal leider aus.
Nichtsdestotrrotz fand ich die gesamte Thematik sehr interessant und beängstigend. Ich denke da wäre noch wesentlich mehr Potenzial gewesen, um mit dem Leser zu spielen und etws mehr Spannung rein zu bringen.
Was Dan Brown allerdings sehr gut versteht ist, seine Leser lange Zeit über die Motive und Positionen seiner Figuren im Unkaren zu lassen. Das fand ich auch in diesem Band wieder sehr gelungen.

Was war besonders?
Mich begeistert es immer wieder, wie wissenschaftlich fundiert alles in Dan Browns Büchern klingt. Auch nach Origin musste ich unbedingt einige Dinge googeln, um seine Aussagen und angesprochenen Vorfälle zu prüfen.

Reading Origin makes me feel like...
...stolzer Preis, interessante Thematik, jedoch träge Story - das ging schon mal besser Mister Brown!

Sonntag, 20. Mai 2018

Rezension: Morning After Dark (Sinister Five 1)

Morning After Dark von Ariana Morrigan, erschienen beim A.P.P. Verlag, Taschenbuch, 404 Seiten, 15,99 €

Worum geht's?
"May, die wohl unromantischste Liebesschnulzenautorin der Welt, steht vor einem Problem: Sie soll eine heiße Rockstarstory für jenes Magazin schreiben, das monatlich ihre Kurzgeschichten veröffentlicht. Für eine junge Frau, die jeden Sonntag mit ihrem Freund die Missionarsstellung durchexerziert und keine Ahnung von einem ausschweifenden Singleleben hat, ein schwieriges Unterfangen. Vader Sweets, seines Zeichens Womanizer, Songwriter und Leadsänger der Coverband »Sinister Five«, soll da Abhilfe schaffen. Damit prallen zwei Welten aufeinander sowie zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und deren gegenseitige Anziehung sie droht, in den Abgrund zu treiben. Wenn Stolz auf Sinnlichkeit, Sturheit auf Leidenschaft und Zurückhaltung auf Offenheit trifft, endet es manchmal, vorausgesetzt du gibst nicht auf, in der ganz großen Liebe."

Warum hab ich es gelesen?
Zum einen lag dieses Schätzchen nun schon seit Weihnachten auf meinem SuB (ja, auch ich bekomme ab und an einen höchst motivierten Anfall von "Der-SuB-muss-weg"!). Zum anderen kann ich mich nur wiederholen: Da stand das Wort "Rockstar" im Klappentext...

Wie war's?
Zugegeben, die Protagonisten bedienen total die Klischees. Da hätten wir May, die völlig unerfahrene und fast schon biedere Kolumnistin, die plötzlich dem wahnsinnig heißen, frauenverschleißenden Rockstar Vader Sweets mit der lockeren Zunge (ja, das darf man auch zweideutig verstehen!) gegenüber steht. Klischees hin oder her, ich habe die Aufeinandertreffen der beiden geliebt! Die Diskussionen und Schlagabtausche waren schlichtweg herrlich amüsant und in einem mitreißenden Tempo geschrieben. Die Autorin hat die Gegensätze ihrer Figuren wirklich sehr gut rüber gebracht und nicht nur einmal sehr schön damit gespielt.
Ich startete also dieses fast schon als SuB-Leiche zu bezeichnendes Schätzchen und war komplett begeistert - ratzfatz war ein Großteil des Buches mit äußerst hohem Unterhaltungswert gelesen.
Leider konnte die Geschichte diesen Lesesog im letzten Teil für mich nicht aufrecht erhalten. Ich habe mich wirklich über Mays Verhalten und Rückfall in alte Muster geärgert, vor allem nachdem ihre Wandlung und ihr Gewinn an Selbstbewusstsein doch so schön beschrieben wurden. Gerne hätte ich sie einfach geschüttelt. Auch manche Streitigkeiten der Protagonisten konnte ich leider absolut nicht nachvollziehen. Irgendwann muss es auch mal gut sein.
Natürlich lässt es ein Vader Sweets auch ordentlich krachen, wodurch man sich an so einigen erotischen Szenen erfreuen konnte. Generell ist seine Sprache wirklich sehr direkt und derbe. Ich fand das bei seiner Figur total passend und unproblematisch, kann aber verstehen, wenn jemand das Wort Schw... nicht so oft lesen möchte.
Ansonsten muss ich hier aber noch unbedingt erwähnen, wie lustig ich die Star Wars Kapitelüberschriften und Anspielungen fand. Das hatte ganz viel schönes (auch für jemanden wie mich, der noch keinen einzigen Star Wars Teil gesehen hat).

Was war besonders?
An diesem Buch hat mich am meisten der Schreibstil begeistert. Unverblümt, rasant, gewitzt, humorvoll, derbe, erfrischend, schlagfertig, einfach herrlich! Ganz oft musste ich wegen einem nur mal kurz eingeschobenen Nebensatz laut auflachen. Da freue ich mich definitiv auf Nachschub der Autorin.

Reading Morning After Dark makes me feel like...
...großartiger Schreibstil und bis auf die letzten Hundert Seiten voll mein Fall. Der zweite Band From Dark Until Dawn (hallo Drake!) ist schon gekauft.

Dienstag, 15. Mai 2018

Rezension: Stage Fright (Above Intensity 1)

Stage Fright von Rose Bloom, Independant Veröffentlichung, EBook, 276 Seiten, 0,99€

Worum geht's?
"Das Leben eines Rockstars. Wild. Frei. Der Traum eines jeden Mannes.
Außer einem.
Ethan Gains hat dieses Leben die letzten Jahre gelebt und nun die Nase voll davon. Er hat genug von der Reiserei, genug von der Band und genug von seiner Gitarre.
Doch sein Manager ist hartnäckig und möchte eine allerletzte Abschiedstournee, die für Ethan überhaupt nicht infrage kommt. Auch weil sein Abgang vor einem Jahr alles andere als glanzvoll war.
Er zieht sich zurück, möchte von niemandem etwas wissen. Schon gar nicht von seiner Nachbarin Marsha, die ihm gehörig auf den Nerv geht.
Doch irgendetwas hat sie an sich. Ist es ihre dickköpfige Art, die ihn reizt? Oder dass sie sich von ihm nichts sagen lässt?
Wobei er eigentlich so überhaupt nicht auf winzige Nervensägen steht.
Immer mehr nähern sie sich an und es entwickelt sich eine Freundschaft.
Bis Marsha Ethan hilft, seine Lebensgeister und seine alte Liebe zur Musik wiederzufinden und die Grenze zwischen Freundschaft und Liebe immer mehr verwischt."

Warum hab ich es gelesen?
Da stand "Rockstar" im Klappentext - gekauft!

Wie war's?
Am Anfang der Geschichte ist Ethan, seines Zeichens Leadsänger der absolut berühmten Band 'Above Intensity', ziemlich am Ende - zugedröhnt, motivationslos, fertig. Jap, die Schattenseiten des Erfolges waren sofort spürbar.
Hilfe kommt ausgerechnet in Form des goldigen Landeis Marsha daher: Ihr ist es nämlich völlig egal, dass ihr neuer Nachbar ausgerechnet der seit einem Jahr abgetauchte Rockstargott schlechthin ist - der Typ nervt. Also zu Beginn.
Gleich das erste Aufeinandertreffen der beiden habe ich sehr gefeiert. Die Dialoge sind herrlich schlagfertig, frech und komisch. Ich konnte es kaum erwarten zu verfolgen, wie sich die Beziehung der beiden entwickelt! Überraschenderweise hat das Ganze kaum etwas mit Ethans Rockstarpersönlichkeit zu tun, wie ich es eigentlich erwartet hatte. Das Ganze gibt eher eine kleine Rahmenhandlung vor. Gefehlt hat mir dadurch nichts, ganz im Gegenteil: Ich fand den Fokus auf dem amerikanischen Kleinstadtleben, welches die Autorin hier herrlich inszeniert hat, wirklich unterhaltsam.
Besonders gut gefallen haben mir die vielen kleinen Vertraulichkeiten zwischen den einzelnen Figuren. Sei es der Spitzname Marshmallow, der Erdbeerlimes und mein persönlicher Favorit 'Sweet Home Alabama' - solche Dinge machen die Figuren für mich immer echter und greifbarer.
Gegen Ende ging mir alles etwas zu schnell bzw. es war mir etwas too much, aber es hinterlässt rückblickend keinen störenden Schatten. Stage Fright habe ich einfach in einem Rutsch durchgelesen und es wirklich genossen. Lockerleicht mit wunderbar flüssigem Schreibstil hoffe ich nun ganz bald auf eine Fortsetzung (wobei ich mir Alec auch an dieser Stelle schon einmal reservieren möchte!).

Was war besonders?
Bear! Marshas Papi fand ich eine unglaublich goldige Figur, von der ich gerne noch mehr gelesen hätte.

Reading Stage Fright makes me feel like...
...hach ja, die Rochstars kriegen mich immer wieder. Stage Fright ist ein vielversprechender Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht!

Donnerstag, 10. Mai 2018

Rezension: Prinzessin der Elfen: Bedrohliche Liebe (Prinzessin der Elfen 1)

Prinzessin der Elfen: Bedrohliche Liebe von Nicole Alfa, erschienen bei Impress, EBook, 419 Seiten, 3,99€

Worum geht's?
"**Die Elfenwelt ist nur einen magischen Sprung entfernt**
Eben noch wurde die 16-jährige Lucy in ihrem Zuhause von Unbekannten angegriffen, als sie sich im nächsten Moment auf einer Wiese in einer fremden Welt wiederfindet. Ein Portal hat sie in ihre eigentliche Heimat, das Reich der Elfen, gebracht. Lucy will das alles nicht glauben, immerhin ist sie ein ganz normales Mädchen und soll jetzt plötzlich die verloren geglaubte Tochter des Elfenkönigs sein? Ohne mich, denkt sie. Doch die Frage nach dem Grund für den Angriff und die Sorge um ihre Familie bringen Lucy schließlich dazu, ihr Schicksal – zumindest vorübergehend – anzunehmen. Vielleicht liegt es aber auch an den eisblauen Augen von Daan, der stets überall da auftaucht, wo Lucy ist. Auch wenn in seinem Blick noch etwas liegt, das sie einfach nicht deuten kann… "

Warum hab ich es gelesen?
Im Herzen bin ich eine kleine Waldelfe und nehme mir tagtäglich vor, ganz bald das Bogenschießen zu erlernen. Bis es soweit ist lese ich wahnsinnig gerne Geschichten über mein liebstes Fantasyvölkchen.

Wie war's?
Die Geschichte rund um die 16-jährige Protagonistin Lucy nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und man wird mit ihr in die magische Welt von Phönix geworfen. Phönix wird von allerlei fantastischen Völkern und magischen Wesen bewohnt- und verfügt über Tablets, Schusswaffen und ausgeklügelte Sicherheitssysteme. Ehrlich, damit hatte ich so überhaupt nicht gerechnet! Zuerst war ich ein wenig maulig deswegen, aber der Autorin ist es wirklich sehr stimmig gelungen, die klassischen Fantasyelemente mit aktuellen Bezügen und eigenen Ideen zu verbinden. Das Ergebnis ist eine neue, unverbrauchte und faszinierende Welt.
Etwas störend war die Tatsache, dass die Geschichte des Landes bzw. wie die fünf großen Völker unterschieden werden so oft erzählt wird. Da hätte mir eine Abhandlung gereicht.
Während Daan, Prinz der Kobolde, definitiv Hottiepotenzial aufweist, ging mir Lucy zwischendurch ziemlich auf den Keks. Natürlich ist sie erst 16 und es prasselt so einiges auf sie ein, aber in manchen Situationen war sie mir einfach zu naiv und kindlich. Umso mehr mochte ich sie in ihren starken Kickass-Momenten, von denen ich mir im weiteren Verlauf der Reihe mehr erhoffe. Und ohne zu spoilern sei gesagt: Das Ende ist gemein und lässt einen bereits unruhig auf das Erscheinen des Folgebandes warten.
Nicole Alfas Schreibstil hat mich wirklich sehr positiv überrascht. Ihr Debüt ist flüssig und bildhaft geschrieben, so dass ich mich jetzt schon auf Nachschub der Autorin freue. Ganz besonders putzig fand ich übrigens die kleine Elfensilhouette unter der Kapitelzahl.

Was war besonders?
Neben der fantastischen Welt liegt das Augenmerk dieser Geschichte ganz klar im Toleranzgedanken und der Völkerverständigung. Daher an dieser Stelle einfach nur ein Zitat, das für sich selbst spricht: "Niemand hat das Recht, Grenzen über ein Land zu ziehen und Wesen keinen Einlass beziehungsweise Aufenthalt zu gewähren, nur weil sie von einer anderen Art sind. " (Prinzessin der Elfen, Kapitel 24, Position 4239)

Reading Prinzessin der Elfen: Bedrohliche Liebe makes me feel like...
...vielversprechendes Debüt mit unverbrauchter, magischer Welt! Band 2 der Reihe Prinzessin der Elfen: Riskante Hoffnung erscheint vorraussichtlich im Juli 2018.

Mit herzlichem Dank an Netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar