Donnerstag, 20. Juli 2017

Rezension: Hardwired - Verführt (Hardwired 1)

Hardwired - Verführt von Meredith Wild, erschienen bei LYX (Imprint Bastei Lübbe), broschiert, 352 Seiten, 12,99€
 
Worum geht's?
"Erica Hathaway ist tough und klug. Sie musste früh lernen, was es bedeutet, auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie für ihr Internet-Startup einen Investor sucht, trifft sie auf Blake Landon. Blake ist sexy, mächtig und geheimnisvoll - und er schmettert ihre aufwändig vorbereitete Präsentation, ohne mit der Wimper zu zucken, als uninteressant ab. Erica ist außer sich vor Wut. Und doch fühlt sie sich auf magische Weise zu Blake hingezogen. Je mehr Erica über den Self-Made-Milliardär erfährt, desto deutlicher wird, dass er gute Gründe für seine Entscheidung hatte. Und obwohl sie spürt, dass sie besser die Finger von Blake lassen sollte, gibt sie sich ihrem Verlangen hin..."

Warum hab ich es gelesen?
Das Buch ist mir in einer Mängelexemplarkiste eines Supermarktes in die Hände gefallen - und dieses schicke, reflektierende Cover ist nun wirklich ein Hingucker. Und trotzdem der Klappentext doch recht klischeebelastet klingt, wanderte es zum Blumenkohl in den Einkaufswagen - Erotik, sexy Protagonist und zudem der Auftakt einer Reihe? Dem kann man doch mal eine Chance geben.

Wie war's?
Ehrlich gesagt war das Lesen ziemlich anstrengend. Auf den ersten Seiten war ich noch recht positiv überrascht. Der angenehme Schreibstil gepaart mit der zielgerichteten, engagierten und unabhängigen Protagonistin Erica versprach ein Lesevergnügen abseits der "dominanten-Milliardär-Klischees" des Genres. Dann trifft sie den heißen Blake, und es ist wie immer: Die top ausgebildete, clevere Erica vergisst auf einmal zu denken, ihr eigenes Leben zu führen und ist nur noch eine sabbernde, erregte Maße, die sich in ihren multiplen Orgasmen verliert. 
Blakes Kontrollzwang hat mich wahnsinnig gemacht. Mal ehrlich, der Typ kontrolliert binnen zwei Wochen Ericas komplettes Privat- und Arbeitsleben, alles unter dem Deckmantel des Beschützens und seiner tiefen Gefühle ihr gegenüber. Und das Erica innerhalb einer Minute von unglaublich wütend und enttäuscht zu "nimm mich hier sofort und ich verzeihe dir alles" wechselt ist derart unglaubwürdig, dass ich beim Lesen nur noch mit den Augen rollen konnte. 
Die erotischen Szenen waren ok, allerdings wirklich nichts besonderes. Leider versuchte die Autorin gegen Ende, durch ein für mich mal wieder völlig übertriebenes Maß an Dramatik Spannung aufzubauen. Dies wirkte dann doch recht aufgesetzt und ließ die Geschichte eher Richtung Dailysoap abdriften. Noch dazu gibt es zum Schluss einige ungelöste Situationen, die wohl erst in den kommenden Bänden behandelt werden.

Was war besonders?
Erica ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, trotzdem sie noch am ganz Anfang ihrer Karriere steht. Mir gefiel, dass eine so junge Protagonistin bereits derart engagiert auf ein Ziel hin arbeitet.

Reading Hardwired - Verführt makes me feel like...
...leider gar nicht überzeugend. Nach dem ganz guten Start kam ein doch recht plumper Mittelteil und zuletzt ein absolut übertriebenes Ende. Die Protagonisten Erica und Blake waren für mich leider derart unglaubwürdig und anstrengend, dass ich diese Reihe definitiv nicht weiter verfolgen werde.

Sonntag, 16. Juli 2017

Rezension: I Hate You, Honey

I Hate You, Honey von Emma Smith, kein Verlag bekannt, EBook, 260 Seiten, 2,99€

Worum geht's?
"Macho-Quarterback versus Mathe-Genie. Feuer trifft auf Wasser. Blake hasst Amber. Amber hasst Blake. Diese Tatsache ist jedem auf dem Berkeley-College bekannt. Die Diskussionen und Machtkämpfe der beiden sind schon beinahe legendär auf dem Campus. Ihre Sicht- und Lebensweisen sind einfach zu verschieden. Denken Amber und Blake. Denken ihre Freunde. Aber dann passiert es. Bei einer Party hilft ausgerechnet Blake Amber aus der Patsche. Der Student, den Amber seit Beginn ihres Studiums am liebsten als Leiche irgendwo verbuddelt sehen wollte. Und Blake wäre nun mal nicht Blake, wenn er für seine gute Tat nicht entlohnt werden möchte. Amber denkt nicht mal daran und hält ihm vor allen Studenten eine Predigt, die Blake so beeindruckt, dass sich plötzlich etwas in ihm ändert. Blake Michaels, der Typ, der kein Mädchen ein zweites Mal anruft, kämpft plötzlich um eines. Leider hat er sich dafür ausgerechnet die Einzige ausgesucht, die keinerlei Interesse daran hat, überhaupt von ihm angerufen zu werden. Ein Zerrspiel der Gefühle beginnt … mit überraschendem Ausgang."

Warum hab ich es gelesen?
I Hate You, Honey ist mir sofort durch das recht coole Cover aufgefallen (ich bin einfach ein Fan von Lederjacken!). Der Klappentext versprach eine lustige, mit vielen Wortgefechten gespickte New Adult Geschichte mit einer gehörigen Prise 'Gegensätze ziehen sich an'.

Wie war's?
Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, in denen wir die erste Begegnung der beiden Protagonisten Blake und Amber miterleben. Beide ganz frisch an der Uni, verläuft dieses Zusammentreffen alles andere als freundlich - mit großen Folgen. Denn drei Jahre später könne sich die beiden auf den Tod nicht ausstehen und belustigen mit ihren Streiterein immer noch den gesamten Campus. Blake, Frauenheld und Käpitän der unieigenen Footballmanschaft, lebt ein völlig anderes Leben als die toughe, selbstsichere Streberin Amber. Nach einer äußerst treffenden Ansprache Ambers wird Blake jedoch plötzlich klar, dass Amber die Einzige zu sein scheint, die ehrlich zu ihm ist.
Abgesehen von ein paar wenigen dramatischen Einschüben ist die Handlung natürlich sehr vorhersehbar, aber innerhalb der 260 Seiten lernt man die Protagonisten doch recht gut kennen. Blake war mir, trotzdem er zu Beginn ein ziemliches Arschloch ist, recht schnell sympathisch, da es ganz interessant war, sich in seine Lage zu versetzen. Seine Beweggründe, Amber plötzlich mit anderen Augen zu sehen sowie seine Probleme, mit einem solch starken weiblichen Charakter zurecht zu kommen waren glaubhaft dargestellt
Amber hingegen ging mir spätestens nach der Hälfte des Buches mit ihren Zickereien unfassbar auf die Nerven. Natürlich sollten weiterhin die Unterschiede der beiden und ihre vorbelastete Beziehung veranschaulicht werden, aber an manchen Stellen waren die Aufreger der guten Dame einfach too much.
Die Geschichte ist aus Sicht beider Protagonisten geschrieben. Die Kapitel sind kurz und knackig, der Schreibstil liest sich angenehm flüssig. Einzig die wenigen Szenen, in denen sich Amber und Blake körperlich näher kommen, fand ich furchtbar geschrieben. Da es sich hier nicht um ein explizites Buch aus dem Erotikgenre handelt und diesbezüglich wirklich kaum etwas passiert, hätten mir hier schön umschriebene, weniger detaillierte Worte wesentlich besser gefallen als diese platt eingeschobenen Sätze. Auch bei den Wortgefechten hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht, da hat für mich leider der entscheidende Pep gefehlt.

Was war besonders?
Auch wenn mir Ambers Verhalten etwas zu viel war, schätze ich es doch immer, wenn mal eine starke, selbtbewusste Frau im Vordergrund steht, die auch verbal austeilen kann.

Reading I Hate You, Honey makes me feel like...
...nett für zwischendurch, aber kein Highight. Für den günstigen Preis wird man jedoch nicht enttäuscht.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Inside: Printausgabe oder EBook?

Es ist eine der Streitfragen unter Bücherwürmern: Printausgabe oder EBook? Fassen wir doch noch mal schnell alle gängigen Argumente zusammen:

Pro EBook:
  • der E-Reader wiegt praktisch nichts
  • man hat über 1000 Bücher stets zur Hand
  • EBooks sind meist günstiger zu erwerben
  • man kann sofort mit dem Lesen starten
  • man kann die Schriftgröße dem eigenen Geschmack anpassen

 Pro Printausgabe:
  • die haptische Befriedigung: Nichts geht über das Gefühl des Seitenumblätterns
  • der Geruch: Frisch gedruckt oder ein alter Ledereinband - wir Bücherwürmer schnüffeln doch zu gerne daran
  • Cover überzeugen und erfreuen live und in Farbe einfach wesentlich mehr als digital
  • in der Printausgabe kann ich wichtige Stellen markieren, Zettelchen hineinkleben und nach Lust und Laune Anmerkungen an den Rand schreiben
  • das Stöbern im Buchladen macht einfach mehr Spaß als im Internet

Diese Gründe sind wohl jedem, der sich mit dieser Frage aller Fragen schon auseinandergesetzt hat, bekannt. Ich für meinen Teil benutze beides - und zwar zu gleichen Teilen und liebend gerne. Denn eines sollte man sich bewusst machen: Nur weil man ein EBook liest, heißt das nicht, dass man nie wieder eine Printausgabe in den Händen halten möchte. Das gilt natürlich auch umgekehrt.

Zu Beginn habe ich mich ziemlich gegen den E-Reader gewehrt ("das fühlt sich doch gar nicht an als würde man lesen...!"), aber nach dem dritten längeren Urlaub, in dem meine Bücher nicht nur das Gewicht des Koffers deutlich erhöhten, sondern auch noch binnen kurzer Zeit ausgelesen waren, reichte es mir: Ein E-Reader musste her. Also habe ich mich auf die Suche gemacht und schließlich für rund 50 € ein Kindle Einsteigermodell gebraucht erstanden - war ja nur zum Ausprobieren (diesen Kindle nutze ich nun seit 5 Jahren!).

Hier sind nun also meine ganz persönlichen Gründe:

Pro EBook:
  • Ob abends im Bett oder in der Sonne am Strand: Ein EBook lässt sich im liegen einfach angenehmer lesen. Irgendwann wird die Bauchlage zu anstrengend oder das Gewicht des Buches wird zu schwer - den E-Reader kann ich auch ganz gemütlich auf der Seite liegend benutzen.
  • Manche Bücher werden digital deutlich vor der Printausgabe veröffentlicht. Keine Frage, dass ist an sich schon irgendwie doof, aber ich ungeduldiges Wesen nutze diese Tatsache auch leider sehr gerne aus.
  • EBooks sind nicht an die Preisbindung gebunden, wodurch es ständig Aktionen gibt, bei denen man ordentlich sparen kann.
  • EBooks geben Selfpublishern die Chance, ihre Geschichten kostengünstig zu veröffentlichen - und erweitern so die Vielfalt auf dem Büchermarkt.
  • Die kostenlosen Leseproben haben mich schon vor einigen Fehlkäufen bewahrt - sie reichen aus, um ein Gefühl für den Schreibstil und die Protagonisten zu bekommen. Eigentlich kann ich nach einer Leseprobe immer sofort sagen, ob ich das Buch kaufen möchte oder nicht.

Pro Printausgabe:
  • In meinen Printausgaben verstecken sich lustige und herrlich nostalgische Lesezeichen. Da ich immer nehme, was gerade zur Hand ist, finde ich in Büchern alte Konzerttickets, Boardkarten, Einkaufszettel, Fotos, Briefe, Überweisungsträger, Postkarten und sonstige Zeugnisse meines Lebens wieder.
  • Ich nutze Bücher sehr gerne zur Dekoration - diese wunderschönen Cover erinnern mich nicht nur an eine fesselnde Geschichte, nein, sie zieren wahrhaft mein Regal.
  • In meiner Funktion als Blogger und Bookstagramer muss ich einfach sagen, dass Fotos mit Printausgaben meist sehr viel schöner sind und besser wirken als Bilder mit dem E-Reader.
  • Sie bringen einander ins Gespräch: Im Bus, der Bahn, im Park - schon oft wurde ich von meinem unbekannten Gegenüber angesprochen, was das denn für ein Buch sei und wie ich es so finde.
  • Natürlich hat man ab und an ein Buch, das nicht überzeugen konnte. Diese verkaufe ich dann gerne, um Platz für neue Schätzchen im Regal zu schaffen. Durch die zahlreichen 'Gebrauchtwarenportale' ist das kein Problem und es kommen sogar ein paar Euro dabei rum - ein schlechtes EBook werde ich hingegen nicht wieder los.
Im Endeffekt muss natürlich jeder diese Frage aller Fragen für sich selbst beantworten. Mein Tipp lautet daher: Probiert es aus und macht eure eigenen Erfahrungen mit dem E-Reader.

Samstag, 8. Juli 2017

Rezension: Forbidden Love Story

Forbidden Love Story von Anna Savas, erschienen bei Impress, EBook, 291 Seiten, 3,99€

Worum geht's?
"**Kann Liebe wirklich falsch sein?**  Schon als Vesper dem gut aussehenden Alex zum ersten Mal über den Weg läuft, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Seine leuchtend grünen Augen scheinen direkt in ihr Herz zu blicken und sein umwerfendes Lächeln bringt sie dazu, den ganzen Mist um sie herum zu vergessen. Zumindest für einen kurzen Moment – bis Vesper Alex bei einem Abendessen wiedersieht, das ihre Mutter mit ihrem neuen Verlobten und dessen Tochter ausrichtet. Als sich dort herausstellt, wer Alex wirklich ist, wird ihnen klar, dass ihre Liebe niemals sein darf… aber Gefühle lassen sich nichts vorschreiben."

Warum hab ich es gelesen?
Ich bin vor allem durch das Cover auf dieses Büchlein aufmerksam geworden. Der Impress Verlag spielt ja gerne mit Farben und Gesichtern, was ich persönlich einfach sehr gerne mag. Noch dazu erinnerte mich der Klappentext stark an die Dark Love Reihe, welche eines meiner Highlights des vergangenen Jahres war. Natürlich machte mich auch der Zusatz, dass es sich hierbei um den Gewinnertitel des Schreibwettbewerbs von tolino media und Carlsen Impress handelt, äußerst neugierig.

Wie war's?
Die Geschichte wird aus Sicht der siebzehnjährigen Protagonistin Vesper erzählt, die wirklich einen schlechten Tag hat: Ihre Mutter eröffnet ihr, dass sie wieder heiraten wird, ihr Vater offenbart die ungeplante Schwangerschaft seiner Freundin und ihr Freund Tom macht mit ihr Schluss, nachdem er sie betrogen hat. Ganz schön viel zu verdauen für die selbst ernannte Eisprinzessin, die sich doch gerne emotional abgeschottet zeigt. Doch dann tritt plötzlich Alex in ihr Leben und lässt sie nicht mehr los - doch auch hier wartet die nächste böse Überraschung auf die arme Vesper. Denn ihre Liebe steht unter einem ziemlich komplizierten Stern...
Man merkt es schon, in Forbidden Love Story passiert so einiges, was an eine schlechte Patchworkfamilien-Soap erinnert. Natürlich war ich besonders neugierig zu erfahren, was genau das 'Forbidden' in Alex' und Vespers Love Story ausmachen wird, aber ehrlich gesagt konnte mich die gesamte Problematik nicht so recht überzeugen. Spätestens ab der Hälfte des Buches kam ich mir wie in einem abstrusen Shakespeare Stück vor, in denen es ja meist an der Kommunikation hapert und alles in Ordnung wäre, wenn man nur mal miteinander reden würde.
Storytechnisch für mich also ein wenig übertrieben, aber Protagonistin Vesper hatte ich ganz schnell ins Herz geschlossen. Außen gibt sich sich zwar gerne kühl, doch eigentlich sehnt sie sich zurück zu einem harmonischen Familienleben, in welches sie fest integriert ist und ihren Platz hat. Manchmal trägt sie das Herz auf der Zunge und erschreckt sich dabei über sich selbst, was einfach herrlich realistisch ist. Selten habe ich einer Figur in diesem Genre ihr Alter wirklich so abgenommen wie dieser hier. Noch dazu ist Vesper eine begeisterte Leseratte und spart nicht mit Querverweisen zu ihren Lieblingsbüchern, die von Harry Potter über die Tribute von Panem bis hin zu Jane Austen reichen.
Alex blieb für mich etwas blass, außer das er gut aussieht, gerne lächelt und Vespers Liebe zu Büchern und Laufen teilt kann ich gar nicht viel zu ihm sagen. Auch das 'Tante' Edith, die sympathische Buchhändlerin oder 'Onkel' Marty quasi gar nicht mehr vorkommen, nachdem sie doch eine so herzliche Einführung bekommen haben, fand ich ziemlich schade.
Vor dem Hintergrund, dass es sich bei diesem Werk um einen Debütroman handelt, möchte ich gerne noch den unfassbar angenehmen Schreibstil der Autorin hervorheben. Locker, flüssig und jugendlich liest sich die Geschiche in einem Rutsch und lässt auf weitere Werke von Anna Savas hoffen.

Was war besonders?
Ich mochte Vespers Talent zur Selbstreflektion. Sie führt sich gerade wie eine verzogene Göre auf? Ja, das ist ihr völlig bewusst, sie nimmt es wahr und es ist ihr gerade egal, weil sie eben mit der Situation überfordert ist. Dieser Umstand machte mir Vesper gleich noch sympathischer.

Reading Forbidden Love Story makes me feel like...
Dieses Buch lässt mich mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Sympathische Protagonistin, äußerst angenehmer Schreibstil, aber leider eine für mich ziemlich abstruse Geschichte. Für romantische Fans des Young Adult Genre, die auf der Suche nach einer süßen Liebensgeschichte sind,  ist es jedoch sicher mal einen Blick wert.

Mit herzlichem Dank an Netgallery.de und Impress für das Rezensionsexemplar

Freitag, 7. Juli 2017

Die LovelyBox - Unpacked

Kennt ihr schon die LovelyBox? Es handelt sich hierbei um eine deutschsprachige, limitierte Buchbox, die alle paar Monate von der Seite LovelyBooks verlost wird. 'Verlost' bedeutet, ihr könnt euch für den Gewinn bewerben, die Teilnahme sowie die LovelyBox sind für euch völlig kostenlos.
Das Motto dieser Special Edition lautete passend zur Jahreszeit "Sommerliche Lektüre für den Liegestuhl" und enthält Bücher des Bastei Lübbe Verlags.
Kurz nach der Bewerbungsphase erreichte mich eine unglaublich nette Email, in der mir mitgeteilt wurde, dass die Losfee mir äußerst wohlgesonnen war und die LovelyBox Special Edition bereits auf dem Weg zu mir sei. Ich habe mich natürlich unglaublich darüber gefreut - jetzt hieß es warten auf den Postboten!

...falls ihr nicht wissen wollt, was drin war, solltest ihr ab jetzt nicht mehr weiterlesen 😏
 
 
Schon einige Tage später durfte ich sie dann endlich in den Händen halten - wie Weihnachten im Juli!
Hier habe ich für euch den Inhalt der Box mal zusammengefasst.

Neben drei Printausgaben und einem EBook-Gutschein, die ich euch gleich noch genauer vorstelle, waren in dieser Box noch die zuckersüßen Karten von LovelyBooks (ich liebe die Eule!).

Diese Schätzchen aus dem Bastei Lübbe Verlag waren enthalten. Ich liste euch mal die Titel samt Klappentext auf:

Wildblumensommer von Kathryn Taylor:
"Ein unvergesslicher Sommer in Cornwall
Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück - und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören..."

Die Tochter des Seidenhändlers von Dinah Jefferies
"Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände
Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ..."

Das Leben fällt, wohin es will von Petra Hülsmann
"Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest du besser nicht den Kopf hängen lassen
Party, Spaß und Freiheit - das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das - Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen "Chef", den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet - zum Beispiel die Liebe ..."

Noch dazu gab es aus dem LYX Verlag einen EBook Gutschein für den Titel Illumination - An deiner Seite von Rowan Speedwell:
"Liebe mal anders ... Mit "Illumination" erwartet Sie ein sinnlicher Male/Male-Roman mit intensiven Gefühlen und zwei Helden, die das Herz des Lesers im Sturm erobern! Völlig ausgebrannt lässt sich Rockstar Adam Craig von einem Taxifahrer im Nirgendwo absetzen. Er hat keine Lust mehr, für seine Fans länger den heterosexuellen Superstar zu spielen, obwohl er doch eigentlich auf Männer steht. An einem abgelegenen See-Resort findet er endlich Ruhe - und in dem menschenscheuen Künstler Miles den Mann, nach dem er sich immer gesehnt hat. Doch hat die Liebe zwischen einem Star, der das Bad in der Menge liebt und nie zu Hause ist, und einem Eigenbrötler, der sein Zuhause seit Jahren nicht mehr verlassen hat, eine Chance?"
Also liebes LovelyBooks-Team, an dieser Stelle vielen vielen Dank und einen dicken Knutscha für diese tolle LovelyBox!

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension: Das Auge des Flusses - Kurzgeschichte (Lacey Flint Series)

Das Auge des Flusses von Sharon Bolton, erschienen im Goldmann Verlag, EBook, 79 Seiten, 2,99€

Worum geht's?
"Schon länger vermutet die London Metropolitan Police, dass ein Strip Club in der Argyle Street der Tarnung terroristischer Aktivitäten dienen könnte. Nach Monaten der Observierung und Vorbereitung gelingt es schließlich, einen der besten Undercover-Beamten des Vereinigten Königreichs dort einzuschleusen: DI Mark Joesbury. Doch als dieser das ganze Ausmaß der perfiden Pläne durchschaut, ist er längst selbst zum Spielball der Terroristen geworden. Denn diese haben seinen schwächsten Punkt erkannt und seine große Liebe Lacey Flint als Geisel genommen. Wird Joesbury die schlimmste Bewährungsprobe seines Lebens bestehen und London vor der Katastrophe retten können?"

Warum hab ich es gelesen?
Ganz ehrlich, normalerweise lassen mich Wörter wie "terroristisch" oder "undercover" im Klappentext ziemlich schnell das Interesse verlieren. Allerdings bin ich ein großer Fan der Lacey Flint Serie von Sharon Bolton (meine Rezension des ersten Bandes findest du hier) und habe alle Bände samt veröffentlichter EBook-Kurzgeschichten quasi inhaliert. Daher war es gar keine Frage, dass ich mir auch dieses hier ansehen werde - vor allem da in dieser Geschichte nicht Lacey, sondern DI Mark Joesbury die Hauptrolle spielt.

Wie war's?
Das Buch startet mit einem kurzen Prolog, welcher den Leser äußerst atmosphärisch ins sommerliche London entführt. Mark Joesbury steht am Steuer eines Flussbootes auf der Themse - und seine geliebte Lacey schwebt in höchster Gefahr. Wie konnte es dazu kommen?
Die Erzählung setzt nun einige Wochen zuvor an und wir begleiten Mark Joesbury bei seinem Undercovereinsatz. Zeitlich deckt sich die Geschichte mit den Ereignissen des vierten Bands der Lacey Flint Serie, Schwarze Strömung. Diese Kurzgeschichte sollte also möglichst als letztes gelesen werden. Zwar ist es möglich, sie ohne Vorkenntnisse zu genießen, jedoch tauchen einige bekannte Figuren auf und natürlich ist die Verbindung von Mark und Lacey wesentlich greifbarer, wenn man auch die vorangegangenen Bände kennt.
Der Prolog samt Klappentext verraten ja bereits einen Großteil der Handlung, jedoch wurde es gerade zum Ende hin noch mal richtig spannend. Was genau die Terroristen planen und wie Mark und Lacey diese Katastrophe zu verhindern versuchen war für mich wieder einmal in bester Sharon-Bolton-Thriller-Manier geschrieben: Packend, mitreißend, spannungsgeladen. Trotz personalem Erzähler sind Marks Gedanken und Gefühlslage stets sehr präsent. Noch dazu hat das Ende einige Auswirkungen auf einen eventuellen fünften Teil der Serie, was mich als Fan natürlich weiterhin auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Was war besonders?
Mark Joesbury - der undurchsichtige Charakter, bei dem man nie wusste, was er tut, was er fühlt, wie er genau zu Lacey steht. Endlich lernt man nicht nur ihn besser kennen, man bekommt auch einen Einblick in seinen Beruf in der Undercover-Abteilung. Noch dazu werden all die Fragen, die sich im vierten Band rund um den guten Mark und seine Situation ergaben, mit dieser Kurzgeschichte geklärt.

Reading Das Auge des Flusses makes me feel like...
...endlich habe ich Mark Joesbury besser kennengelernt - für alle Fans der Serie ein Muss!


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 2. Juli 2017

Rezension: Royal Passion (Die Royals Saga 1)

Royal Passion von Geneva Lee, erschienen bei Blanvalet, broschiert, 448 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor ...
Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …
Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?"

Warum hab ich es gelesen?
Die Royals-Saga von Geneva Lee ist im Erotikgenre genauso umstritten wie die After-Reihe von Anna Todd oder der Klassiker Fifty Shades of Grey von E. L. James. Die einen verschlingen sie, die anderen fragen sich, warum die armen Bäume für den Druck solchen Unsinns sterben mussten. Natürlich geht man an eine solche Reihe mit einer gewissen Skepsis heran, hat man doch im Vorfeld schon verschiedenste Ansichten gehört. Nichtsdestotrotz wollte ich mir meine eigene Meinung bilden.

Wie war's?
Zu Beginn hatte ich mit diesem Buch wirklich zu kämpfen. Die ersten 80 Seiten waren inhaltlich dermaßen abstrus und platt, dass ich wirklich äußerst schleppend voran kam und es am liebsten abgebrochen hätte. Nach und nach konnte ich dann aber doch noch einen Lesefluss entwickeln und die Seiten flogen später praktisch dahin. Dazu haben sicherlich der leichte Schreibstil der Autorin sowie die recht kurzen, übersichtlichen Kapitelabschnitte beigetragen.
Clara, selbst eine gut betuchte Oxford-Absolventin, trifft durch Zufall auf den englischen Kronprinzen Alexander und verfällt ihm gleich mit Haut und Haar. Dabei sind die Rollen mal wieder ganz klassisch verteilt: Clara, die sexuell recht Unerfahrene, die immer wieder betont, dass sie sich nichts gefallen lassen will, aber natürlich bei jedem schiefen Blick ihres angebeteten Alexanders willig und bereit ist, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Auf der anderen Seite steht der ach so gefährliche, natürlich unglaublich gutaussehende Alexander, den seine dunkle Vergangenheit zu einem bindungsgestörten, dominanten Bad Boy gemacht hat. Was er genau in Clara sieht wurde mir leider nie ganz klar, aber gut, es muss ja so sein.
Man verbringt nun also knappe 450 Seiten damit, den beiden beim Ausloten und Definieren ihrer Beziehung und natürlich dem Kampf gegen die äußeren Umstände, wie Paparazzi oder den unsäglichen Umstand, dass sich die werte königliche Hoheit mit einer Bürgerlichen vergnügt, beizuwohnen. Auch hier werden sämtliche Klischees bedient, von den unsympathischen Familienmitgliedern bis zu intriganten Verflossenen, die Clara und Alexander das Leben schwer machen.
Die ganze Rahmenhandlung samt ihrer Figuren hat keine Tiefe, dient aber der Unterhaltung. Wer echte Gefühle, spannende Wendungen oder geistreiche Dialoge erwartet, wird aber auch sicher nicht zu diesem Buch greifen. Denn seien wir ehrlich, die Rolle des dritten Protagonisten in diesem Buch wird ganz klar von den erotischen Szenen ausgefüllt. Wenn Clara und Alexander erst einmal loslegen, kann das Ganze schon mal einige Seiten dauern. Dann wird gefrühstückt und schon geht es weiter - ernsthaft, ich habe noch kein Buch gelesen, in dem es derart oft zur Sache ging. Die Szenen sind zwar sprachlich derbe, aber abwechslungsreich und haben trotz der ursprünglichen Andeutungen kaum BDSM-Einschlag.
Das Ende ist dann ein wenig abrupt und war für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber es musste ja eine Überleitung zum zweiten Band her. Dessen erste Seiten finden sich übrigens als Leseprobe gleich im Anhang.

Was war besonders?
Belle, Claras beste Freundin, mochte ich unglaublich gerne und würde sofort mit ihr zusammenziehen wollen. Darüber hinaus fand ich Claras Geheimnis eine interessante Wahl, dessen Thematik ich in einem solchen Buch sicher nicht erwartet hätte.

Reading Royal Passion makes me feel like...
...für das Genre völlig ok, aber eben leichte Kost. Wer nicht zu viel erwartet und sich an erotischen Szenen erfreut sollte einen Versuch wagen.