Mittwoch, 11. Juli 2018

Rezension: Dream Maker - Sehnsucht (The Dream Maker, Band 1)

Dream Maker - Sehnsucht von Audrey Carlan, erschienen bei Ullstein, EBook, 464 Seiten, 8,99€

Worum geht's?
"Parker Ellis, auch Dream Maker genannt, führt die legendäre Agentur 'International Guy'. Was er anbietet: alles, was sexy, tough und unwiderstehlich macht. Wer seine Kundinnen sind: Frauen aus der ganzen Welt, die Coaching in Sachen Liebe, Leben und Karriere suchen. Was ihn auszeichnet: Sein unglaublicher Sex-Appeal und seine beiden Partner Bogart ‚Bo‘ Montgomery, der Love Maker, und Royce Sterling, der Money Maker. Seine Aufträge führen den Dream Maker von Paris über New York bis nach Kopenhagen. Die Devise lautet höchste Professionalität, doch schon die zweite Kundin in New York City lässt Parker schwächeln. Die junge Schauspielerin Skyler ist im Begriff, sein Herz zu erobern ..."

Warum hab ich es gelesen?
Ich mochte die Calendar Girl Reihe und das Prinzip dahinter unglaublich gerne. Nun war ich natürlich sehr darauf gespannt, ob Dream Maker das Level halten kann.

Wie war's?
Ja, das Cover ist ein Träumchen - ich fürchte das war's dann aber leider auch für mich, denn leider konnte mich vor allem die Hauptfigur Parker Ellis keineswegs überzeugen. Aber langsam und der Reihe nach.
Die ganze Idee hinter der Agentur 'International Guy' klingt natürlich etwas irrwitzig, aber für die Handlung völlig in Ordnung. Ich für meinen Teil hatte sie zumindest schnell und ohne zu hinterfragen akzeptiert.
Wie gewohnt kommt Audrey Carlan schnell zur Sache, so dass man innerhalb weniger Seiten bereits voll in die Geschichte eingestiegen ist und sich auf eine Reise nach Paris freut.
Leider ging mein Lesevergnügen daraufhin rasant bergab. Parker Ellis, der von sich eingenommene Profi, der Harvard Absolvent, der total auf diesen wahnsinnig großen und wichtigen Auftrag versessene Kerl, benimmt sich derart unrealistisch, überheblich und daneben, dass man ihm den 'Dream Maker' beim besten Willen nicht abnehmen kann. Das scheint ansteckend zu sein, denn alle Figuren sind derart oberflächlich und langweilig aufgebaut, so dass ich mehr als einmal den Kopf geschüttelt habe. Wenn z.B. der 'Love Maker' Bo, natürlich ebenfalls Harvard Absolvent, völlig inflationär die Worte "Alter" und "krass" in gefühlt jedem zweiten Satz verwendet, kann ich das einfach nicht ernst nehmen.
Mir ist völlig bewusst, dass mich in diesem Buch keine hochemotionale, tiefgründige Geschichte erwartet, aber ein bisschen mehr darf es schon sein (Protagonistin Mia hatte in Calender Girl ja auch ihre Ecken und Kanten). So reihen sich platte Dialoge und erotische Szenen mit stupiden Charakteren aneinander und man wartet nur darauf, dass es endlich vorbei ist. Da konnten auch die Ortswechsel und deren doch recht treffende Beschreibungen nichts mehr retten.

Was war besonders?
Ich fand es durchaus interessant, dass ganze Geschehen nur aus männlicher Perspektive zu erleben.

Reading Dream Maker - Sehnsucht makes me feel like...
...der "Dream Maker" lässt meine Träume leider nicht wahr werden - ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.


Mit herzlichem Dank an den Verlag und Netgalley.de für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 4. Juli 2018

Rezension: Love Curse - Lieben verboten (Love Curse 1)

Love Curse - Lieben verboten von Rebecca Sky, erschienen bei Heyne.fliegt, broschiert, 384 Seiten, 14€

Worum geht's?
"Stell dir vor, du kannst jeden Jungen, jeden Mann mit nur einem Kuss dazu bringen, sich Hals über Kopf in dich zu verlieben. Von der ersten Berührung an wird er alles für dich tun. Alles. Nur ein Traum? O nein, verborgen vor der Welt existiert seit Jahrhunderten eine Gruppe mächtiger Mädchen und Frauen, die als Nachfahrinnen des Liebesgottes Eros genau diese Gabe besitzen. Und sie nutzen, um die Geschicke der Menschen zu lenken. Eine von ihnen ist die 16-jährige Rachel. Gemeinsam mit ihrer schönen und skrupellosen Freundin Marissa bereitet sie sich auf das Leben als Eros-Nachfolgerin vor. Doch dann trifft sie Ben und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Sie würde ihn so gerne küssen – aber dann wäre er ihr verfallen und könnte sie nicht mehr aus freiem Willen lieben. Als ein uralter Feind von Eros auftaucht und Marissa ausgerechnet Ben zu ihrem nächsten Opfer erwählt, muss Rachel eine schreckliche Entscheidung treffen ..." 

Warum hab ich es gelesen?
Angezogen von dem Cover hat mich die Idee total gereizt: Was, wenn jeder Kuss verboten ist?

Wie war's?
Die Geschichte rund um Liebesgöttin Rachel startet recht unvermittelt mit einer ziemlich unangenehmen Situation, die sofort Rachels Zwiegespaltenheit und Postion hinsichtlich ihrer 'Gabe' deutlich macht. Im Gegensatz zu den anderen, wie beispielsweise ihre Ausbildungspartnerin Marissa, die ihre Fähigkeit teilen, will Rachel nämlich gar keine Liebesgöttin sein. Was das für sie bedeutet, erfährt man nach und nach. Ich muss sagen, dieses Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung, in einer Situation gefangen zu sein, der man sich nicht entziehen kann, wurde von der Autorin wirklich sehr gut vermittelt.
Dabei streut Rebecca Sky die Hintergrundinformationen zu den Nachfahrinnen des Eros so geschickt und passend ein, dass man als Leser schnell die Regeln und die Verbindungen begreift, ohne komplett von dieser neuen Welt erschlagen zu werden.
Natürlich nimmt die Liebe in dieser Geschichte einen besonderen Stellenwert ein, wobei ich leider sagen muss, dass ich die Beziehung zwischen Ben und Rachel nicht wirklich fühlen konnte. Kein Knistern, keine Funken. Das hätte ich mir definitiv intensiver gewünscht.
Marissa hingegen fand ich äußerst gut dargestellt, denn es fiel mir nicht schwer, sie absolut nicht zu mögen. Allerdings hat mich die sonst eigentlich sympathische Rachel ziemlich wahnsinnig gemacht, sobald es um Marissa ging. Denn wo sie sonst so stark und beharrlich ist, lässt sie sich von ihrer 'Freundin' immer wieder unterkriegen und wie den letzten Dreck behandeln. Wo ist meine durchsetzungsfähige Protagonistin geblieben?
Insgesamt startet die Geschichte also recht rasant, verlor für mich aber dann doch ziemlich an Tempo. Trotz des angenehmen Schreibstils fiel es mir irgendwann wirklich schwer, das Interesse zu behalten und weiter zu lesen.
Bleibt noch, ein paar Worte über das Ende zu verlieren. Das war gemein. Denn zumindest ich merkte erst kurz vorm Schluss, dass das Ganze hier wohl ein Mehrteiler werden wird. Der Cliffhanger ist dementsprechend natürlich fies und hätte wegen mir wirklich nicht sein müssen.

Was war besonders?
Die Idee der Liebesgöttinnen wurde mitsamt ihrem Hintergrund herrlich unverbraucht und passend ausgearbeitet. Das war wirklich mal was Neues!

Reading Love Curse - Lieben verboten makes me feel like...
...tolle, unverbrauchte Idee, deren Umsetzung mich leider nicht vollends überzeugen konnte.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

Montag, 2. Juli 2018

Rezension: Wild Games - In einer heißen Nacht (Wild Games 1)

Wild Games - In einer heißen Nacht von Jessica Clare, erschienen bei Bastei Lübbe, Taschenbuch, 240 Seiten, 10€

Worum geht's?
"Undercover bei einer Reality-Show mitmachen oder den Job verlieren - Journalistin Abby hat die Qual der Wahl. Zähneknirschend erklärt sie sich bereit, beim Fernsehen hinter den Kulissen zu recherchieren. Kurz darauf findet sie sich in einem knappen Bikini auf einer einsamen Insel wieder, umgeben von lauter durchgeknallten Kandidaten. Einer davon ist besonders nervig: Der arrogante Dean droht Abby in den Wahnsinn zu treiben - spätestens, als er sie vor laufender Kamera heiß küsst ..." 

Warum hab ich es gelesen?
Angezogen vom Cover hat mich das Setting der Geschichte total gereizt. Wie läuft die Show ab? Was gibt's zu gewinnen? Was muss Abby tun? Wie sind die anderen Kandidaten?

Wie war's?
Den Beginn der Geschichte habe ich total gefeiert: Abby, ihres Zeichens Buchrezensentin, wird holterdiepolter gezwungen an der Show "Endurance Island" teilzunehmen. Das Ganze geht recht fix, so dass man schon nach wenigen Seiten auf der Insel ist.
Man bekommt die Geschichte aus Abbys Sicht erzählt, aber man darf zu Beginn jedes Kapitels einen kurzen Auszug aus Deans Tagebuchteinträgen lesen und somit einen Blick in seine Gedanken erhaschen. Das fand ich äußerst gelungen, da es nicht die komplette Spannung nimmt, ob Dean nun ernsthaft verliebt oder nur am Geld interessiert ist.
Leider ging mir die anfangs sympathische Abby zwischendurch ziemlich auf den Keks. So überrascht zu sein, dass auch intimere Momente gefilmt werden, obwohl sie mehr als einmal den "einsamen Kameramann" im Wald bemerkt hat - tja. Auch hätte ich mir ein bisschen mehr Spiel mit ihrem Beruf gewünscht, denn tatsächlich ist ihr Hintergrund eher Mittel zum Zweck, dass sie in der Show dabei ist.
Der Schreibstil ist lockerflockig und die Seiten lassen sich ratzfatz lesen. Tatsächlich geht in dieser Geschichte alles ziemlich schnell: Sowohl die Annäherungen zwischen Abby und Dean als auch die Entwicklung der Show gehen rasant vorwärts, was rückblickend leider äußerst oberflächlich wirkt. Das Ende war mir dann einfach zu abgehackt, ohne große Überraschungen und teilweise nicht logisch. Da hätten dem Büchlein 50 Seiten mehr schon gut getan. Ich hoffe, dass in den Folgebänden (welche andere Charaktere und Wettbewerbe enthalten) das Ganze etwas treffender abgeschlossen wird. 

Was war besonders?
Die Grundidee ist so herrlich neu und erfrischend! Ich habe total mitgefiebert und war auch auf alle Regeln und Wettkämpfe total gespannt. Man hatte dank bekannter Shows dieser Art gleich ganz viele Bilder im Kopf (samt dem schmierigen Moderator!) und konnte sich ganz schnell in die Situation reinfühlen.

Reading Wild Games - In einer heißen Nacht makes me feel like...
...unverbrauchte Idee, deren Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Als lockerleichte Sommerlektüre aber definitiv zu empfehlen!

Mit herzlichem Dank an den Verlag und die Lesejury für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 26. Juni 2018

Rezension: Die letzte erste Nacht (Firsts-Reihe 3)

Die letzte erste Nacht von Bianca Iosivoni, erschienen beim Lyx Verlag, broschiert, 401 Seiten, 10€

Worum geht's?
"Eine einzige Nacht kann dein ganzes Leben verändern ...

Sie hätten niemals miteinander im Bett landen dürfen - das ist Tate und Trevor klar. Und schon gar nicht sollten sie den Wunsch verspüren, das Ganze zu wiederholen. Doch für die beiden ist es unmöglich, das Kribbeln zwischen ihnen zu ignorieren. Dabei kann Trevor auf keinen Fall erneut bei Tate schwach werden. Zu nah kommt die junge Studentin seinem dunkelsten Geheimnis: Während sie versucht, herauszufinden, warum ihr Bruder starb, setzt er alles daran, die Antwort auf diese Frage für immer vor ihr zu verbergen ..."

Warum hab ich es gelesen?
Die Firsts-Reihe zählt zu meinen absoluten Highlights im New Adult Genre - keine Frage, dass ich nach Der letzte erste Blick und Der letzte erste Kuss nun auch diesem Band entgegengefiebert habe.

Wie war's?
Im Prinzip war von Anfang an klar, dass die Geschichte von Trevor und Tate etwas anders als die vorangegangenen werden würde. Denn Tate ist alles andere als die typische NA-Protagonistin. Sie ist schlagfertig, energisch, selbstbewusst, mutig - aber eben auch selbstzerstörerisch, ziellos und verzweifelt. Nach außen trägt sie eine möglichst harte, undurchdringliche Schale, durch die man nun endlich einmal hindurch sehen konnte.
Tate ist für mich gleichzeitig das größte Plus als auch das größte Minus des Buches. Klingt komisch, ist aber so. Denn zum einen ist es der Autorin hier wirklich herausragend gelungen, diesen Charakter mit all seinen Fehlern und dem großen Päckchen, dass sie zu tragen hat, überzeugend darzustellen, ohne ins absurd-dramatische abzudriften oder die Moralkeule zu schwingen. Zum anderen komme ich leider nicht damit klar, wenn die Protagonisten nur Mist bauen, ganz gefährliche Sachen machen und Drogen nehmen. Ich kann das einfach ganz schlecht verarbeiten.
Aber zum Glück hat Tate ja nicht mich zur Hilfe, sondern Trevor. Der ist einfach der Fels in der Brandung, der ruhige Pol, ein Typ á la 'stille Wasser sind tief'. Der hat zwar auch einiges zu verbergen, aber das macht nichts, denn er liebt Tate über alles. Hach.
Der Schreibstil der Autorin ist bekannterweise lockerflockig, humorvoll und flüssig. Auch die etwas heißeren Szenen driften niemals in vulgäre, sondern lassen den Leser wirklich die Funken spüren. Ganz ganz großartig.
Insgesamt hat mir das Buch zwar gefallen, konnte mich aber aufgrund der Thematik nicht in eine solche Leseekstase versetzen wie sein Vorgänger.
Was war besonders?
Diese Clique ist etwas so besonderes - wie gerne hätte ich alle als Freunde (natürlich ganz besonders mein Oreokeksschnittchen Luke)! Die Gruppendynamik in den einzelnen Szenen ist herrlich einnehmend und man wäre schlichtweg gerne auch dabei. Natürlich habe ich mich auch darüber gefreut, dass Mason und Grace, deren Geschichte im letzten Teil behandelt werden wird, öfter dabei sind. Auf die beiden freue ich mich bereits ganz besonders.

Reading Die letzte erste Nacht makes me feel like...
...an sich ein starker NA Roman, der durch seine besonderen Protagonisten aber auch zu spalten vermag. So oder so: An Luke kommen Tate und Trevor nicht vorbei!

Dienstag, 19. Juni 2018

Rezension: Hot English - Verboten Wild (English 2)

Hot English - Verboten wild von Ilsa Madden-Mills, erschienen bei Mira Taschenbuch, Taschenbuch, 320 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Bewaffnet mit einer Flasche Tequila stürzt sich Studentin Remi ins Londoner Nachtleben, um ihren Liebesfrust zu vergessen. Dabei trifft sie ausgerechnet auf Dax. Auch dieser britische Bad Boy hat ihr vor Jahren das Herz gebrochen. Seither macht sie immer einen Bogen um ihn. Denn ein Typ wie er ist einfach zu sexy. Zu gefährlich. Zu viel von allem. Nur will ihr Körper das dummerweise in dieser wilden Partynacht nicht hören. Das Resultat: ein höllischer Kater und ein nackter Dax neben ihr …"

Warum hab ich es gelesen?
Auf mich als anglophiler Mensch wirkte das Cover geradezu magisch! Die Kombination aus London und Bad Boy überzeugte mich dann endgültig, die Geschichte zu lesen.

Wie war's?
Gleich vorneweg: Man muss den ersten Band Dirty English nicht gelesen haben, da sie beide eigenständig sind (tatsächlich hatte ich ihn gelesen, es aber schon wieder vergessen). Die Verbindung besteht durch die Brüder Declan und Dax, die jeweiligen männlichen Protagonisten.
Nun aber zu diesem Band: Die ersten hundert Seiten gefielen mir bis auf eine etwas zu dramatische Szene wirklich gut. Zwar hat es mich etwas aufgeregt, dass der gute Dax als Bad Boy betitelt wird, nur weil er in puncto Frauen eben nichts anbrennen lässt, aber gut, dass hat sich wohl mittlerweile so eingebürgert.
Remi war recht sympathisch, man konnte sehr schön mit ihr mitleiden und hat ihr gleich einen aufregenden Abend mit dem guten Bad Boy Dax gewünscht. Dass die beiden bereits eine Geschichte haben war für mich gut ausgearbeitet und lies mich auch ganz leicht über die Tatsache hinwegsehen, dass sich diese beiden amerikanischen Studenten derselben Uni, die sich schon zuvor ein Bett geteilt haben, plötzlich schicksalhaft trotz dem Tragen einer Maske auf einer Party in einem Londoner Club treffen und wiedererkennen. Schon okay, so ist das eben im NA Genre.
Leider kippte die Geschichte dann recht schnell in unötiges Drama und viel Hin und Her. Remi ging mir unglaublich auf den Keks, da ich weder ihre Gefühle noch ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Ich hätte sie gerne ganz fest geschüttelt.
Irgendwie wollte sich auch kein wirklicher Spannungsbogen aufbauen, da alles, auch die 'große Enthüllung', schon recht vorhersehbar war. Das Buch habe ich dann zwar noch beendet, aber es war wirklich ein Akt. Da konnte leider auch der gute Dax nichts mehr retten.

Was war besonders?
Die Idee, die Geschichte in vielen Punkten auf Romeo und Julia anspielen zu lassen, fand ich ganz süß.

Reading Hot English - Verboten wild makes me feel like...
...guter Anfang, das Niveau konnte die Geschichte aber leider nicht halten. Also eher lauwarmer statt hot.


Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 12. Juni 2018

Rezension: Exit - Das Buch - Tagebuch 29

Exit - Das Buch - Tagebuch 29 von Dimitris Chassapakis, erscheinen bei Franckh Kosmos Verlag, Taschenbuch,
144 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Ein Forscherteam arbeitet 28 Wochen lang an einem mysteriösen Projekt. In der 29. Woche geschieht etwas Unerwartetes und plötzlich sind alle verschwunden. Nur dieses Tagebuch bleibt zurück – mit 63 Rätseln, die es zu lösen gilt, um zu erfahren was passiert ist!
Zur Lösung der Rätsel werden benötigt: dieses Buch, ein Stift, ein Smartphone, Tablet oder Computer mit Internetzugang, Mut und Verstand. Alles ist erlaubt: schreiben, zeichnen, knicken, falten, schneiden oder reißen – ohne Rücksicht auf das Buch – alleine oder im Team. Die Lösungscodes werden im Internet gegen Schlüssel getauscht. So öffnet sich der Weg zur nächsten Aufgabe. Nur wer alle Codes knackt, findet heraus, was geschehen ist.
Live-Escape-Feeling im Profi-Level."
Ich bin ein riesiger Fan der Exit Spiele und habe mit meinem Spieletrupp bereits alle erschienenen Abenteuer durch. Demenstprechend war ich wahnsinnig neugierig, ob das Live-Escape-Konzept auch in Buchform für mich alleine aufgeht.

Wie war's?
Ich nahm dieses kleine schwarze Büchlein bewaffnet mit Bleistift und Smartphone in die Hand, legte die Füße hoch und hoffte, dass sich mein Hirn des auf dem Einband angegebenen Profilevels würdig erweisen würde. Durch die verständliche Einführung und die ersten, einsteigerfreundlichen Rätsel fand ich sehr schnell ins Konzept hinein.
Man löst ein Rätsel, geht entweder manuell oder per QR Code zur passenden Homepage, gibt dort seine Lösung ein und erhält ein Schlüsselwort. Alle paar Seiten werden diese Schlüsselwörter benötigt, um ein weiteres Rätsel zu lösen. Diese Vorgehensweise fand ich ganz geschickt, da man so nicht komplett querbeet durchs Buch rätseln kann sondern sich schon an die Reihenfolge halten muss. Rückblickend frage ich mich allerdings: Wozu?
Denn mein größter Kritikpunkt an diesem doch sonst recht unterhaltsamen Buch ist die fehlende Story. In den Exit Spielen ist man immer in ein Szenario eingebettet (eingeschlossen im Labor mit tödlichen Virus, eine Bombe finden und entschärfen etc.) und das Spielmaterial orientiert sich daran. Warum nicht auch hier? Alle paar Rätsel ein kleiner Textschnipsel als Belohnung dafür, dass man es bereits bis hierher geschafft hat wären da ja schon völlig ausreichend. So bleibt die einzige Motivation, zusammenhanglose Rätsel zu lösen, bei denen die Reihenfolge quasi vorgegeben ist. Da hatte ich mir definitiv etwas mehr versprochen.
Die Rätsel an sich sind dabei völlig durchwachsen. Für mich war von allem etwas dabei; von einfach bis schwer, abstrakt, Zahlen, Buchstaben, Logik... Wenn ich mal nicht weiter wusste gab es ja das aus den Spielen bekannte Hilfekartensystem, was wie ich finde auch hier recht gelungen greift. Ich persönlich muss jetzt nicht meine benutzten Hilfekarten zählen, um eine Wertung zu erhalten, verstehe aber, wenn jemand das gerne als Anreiz nimmt.


Was war besonders?
Ich mochte es tatsächlich gerne, dass ich mein Handy in manchen Rätseln zur Hilfe nehmen musste. Das fühlte sich gleich viel mehr nach Recherche und Schnitzeljagd an.

Reading Exit - Das Buch - Tagebuch 29 makes me feel like...
...tolles Konzept, aber noch einiges an unausgeschöpftem Potenzial.

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 3. Juni 2018

Rezension: Save You (Maxton Hall 2)

 Save You von Mona Kasten, erschienen bei LYX, broschiert, 384 Seiten, 12,90€

Worum geht's?
""Du hast mir das verdammte Herz rausgerissen. Und ich hasse dich dafür.
Aber ich liebe dich auch, und das macht das Ganze so viel schwerer."

Ruby ist am Boden zerstört. Noch nie hatte sie für jemanden so tiefe Gefühle wie für James. Und noch nie wurde sie so verletzt. Sie wünscht sich ihr altes Leben zurück ― als sie auf dem Maxton Hall College niemand kannte und sie kein Teil der elitären und verdorbenen Welt ihrer Mitschüler war. Doch sie kann James nicht vergessen. Vor allem nicht, als dieser alles daransetzt, sie zurückzugewinnen."

Warum hab ich es gelesen?
Nach dem doch recht gemeinen Ende vom Vorgänger Save Me konnte ich natürlich kaum erwarten, wie es mit Ruby und James weitergeht.

Wie war's?
Ich bin tatsächlich nur so durch die Seiten geflogen. Das hat zum einen den Grund, dass ich Mona Kastens Schreibstil ganz fantastisch finde, zum anderen, dass die Handlung, wie bereits im ersten Band, oft einfach dahin plätschert. Tatsächlich stört es mich nicht, dass nicht so unglaublich viel passiert, da es auf mich wirklich so wirkt, als wolle sich die Autorin eben ein bisschen Zeit lassen. Einzig Rubys Hin-und-Her fand ich zeitweise etwas anstrengend, aber noch alles im Rahmen.
James hat für mich richtig an Realität und Greifbarkeit gewonnen. Im ersten Band war er ja doch noch ein sehr klischeebehafteter Charakter. Nun hat er wesentlich mehr Ecken und Kanten - er ist mir trotz seines Fehlverhaltens wesentlich sympathischer geworden.
Und ja, dann kam das Ende. Einige Vögelchen hatten ja bereits gezwitschert, dass es einen fiesen Cliffhanger geben würde (was ja nun bei einer solchen Reihe auch keine allzu große Überraschung war), doch ich habe mich tatsächlich auch ziemlich über die Geschehnisse aufgeregt. Schon ein äußerst gemeines Ende, jedoch mit vielversprechendem Epilog. Zwar werde ich die dreimonatige Wartezeit bis zum finalen Band überstehen, ABER...

Was war besonders?
Mich hat es sehr glücklich gemacht, nun auch Einblick in die Nebencharaktere zu erhalten. Mein Herz schlägt ganz ganz doll für Ember, Wren und Lydia. Wobei ich auch nichts gegen etwas mehr Alistair einzuwenden hätte!

Reading Save You makes me feel like...
...gelungene Fortsetzung, die dem Stil des ersten Teils treu bleibt. Ich bin auf das Finale gespannt!

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar