Mittwoch, 9. Mai 2018

Rezension: The Play Mate (Room Mate 2)

The Play Mate von Kendall Ryan, erschienen bei LYX, EBook, 285 Seiten, 6,99€

Worum geht's?
"Wenn die Sandkastenliebe erwachsen wird ...
Evie Reed ist schon ewig verliebt. In Smith Hamilton - den besten Freund ihres Bruders. Doch sie will ihren Traummann nicht länger aus der Ferne anhimmeln. Endlich möchte sie einen Grund haben, ihm die Dessous, die die Firma ihrer Familie entwirft, vorzuführen. Auch wenn Smith sein Bestes gibt, um der attraktiven Schwester seines besten Freundes nicht zu verfallen: Evie hat einen Plan!"

Warum hab ich es gelesen?
Das Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Der Klappentext versprach zwar eine recht vorhersehbare Geschichte, aber man muss das Rad ja nicht neu erfinden. Ich mag solche Liebesgeschichten.

Wie war's?
Gleich zu Beginn: Auch hier war mir nicht bewusst, dass es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt. Es ist aber überhaupt nicht schlimm, da jeder Teil die Geschichte eines anderen Paares behandelt.

Leider wollte sich für mich bereits nach wenigen Kapiteln kein rechter Lesefluss einstellen. Protagonistin Evie fand ich nicht wirklich greifbar und z.T. sogar absolut unrealistisch. Dazu kam dann diese Nacht und Nebel "Entjungferungsaktion" mit Smith - nein, dass war mir leider way too much.
Smith ist auch eher der klischeebehaftete Protagonist, zu dem ich keinen rechten Zugang fand. Ja, er ist der beste Freund ihres Bruders, aber diese Problematik (die ich eigentlich ganz gerne mag) wollte hier für mich so gar nicht greifen. Es gab dann zwar ein paar Szenen, in denen ich die Funken zwischen den beiden spüren konnte, aber so wirklich zünden wollte das Ganze einfach nicht.
Alles in allem waren mir sowohl die Charaktere als auch die Story schlichtweg zu platt. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, aber das konnte den seichten Inhalt für mich leider auch nicht retten. 


Was war besonders?
Die Idee, dass quasi alle Beteiligten in einer Dessousfirma arbeiten fand ich ganz großartig, da es so herrlich viel Ideenspielraum bietet.

Reading The Play Mate makes me feel like...
...ganz nett für Zwischendurch, aber insgesamt kein Buch, an das ich mich erinnern werde.

Mit herzlichem Dank an Netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Montag, 7. Mai 2018

Rezension: Das Reich der sieben Höfe - Teil 3: Sterne und Schwerter, ungekürzte Lesung

Das Reich der Sieben Höfe - Sterne und Schwerter von Sarah J. Maas, gelesen von Ann Vielhaben und Simon Jäger, erschienen beim DTV-Verlag, ungekürzte Lesung erschienen beim Audioverlag, 3 mp3-CDs, 24h 45min

Worum geht's?
"Feyre kehrt mit Tamlin an den Frühlingshof zurück, um mehr über seine Pläne und den bevorstehenden Krieg zu erfahren. Ein riskantes Spiel, denn Tamlin darf nicht von ihrer Verbindung zu Rhysand wissen. Geschickt unterwandert sie den Frühlingshof und kann in letzter Minute den aufflammenden Kämpfen entfliehen. Zurück am Hof der Nacht versammeln sie und Rhysand ihre Verbündeten, um vereint in den Kampf zu ziehen. Doch ihre Feinde sind ihnen einen Schritt voraus und Feyre und Rhysand müssen sich entscheiden: Wer ist loyaler Verbündeter – wer plant ihren Untergang? Ein letztes großes Gefecht entscheidet über das Schicksal einer sagenumwobenen Welt."

Warum habe ich es gehört?
Nach dem Ende von Teil 2 (Flammen und Finsternis) konnte ich einfach nicht mehr - alles, was da zwischen Feyre und Rhys passiert ist, hat mich sooo sehr mitgenommen! Nun also geht es zurück nach Prythian...

Wie war's?
Zugegeben, am meisten war ich natürlich gespannt darauf, wie es Feyre zurück am Frühlingshof und bei Tamlin ergeht. Wie würde sie sich wohl für all die Geschehnisse rächen? Was ist mit Rhys? Lebt Cassian noch? Und würde Lucien sich endlich von seinem High Lord abwenden? So viele Fragen!
Da der Beginn sich hauptsächlich mit der Auflösung meiner unstillbaren Neugier befasst, gefiel er mir sehr gut (Feyre ist wirklich ein Biest, aber naja, Tamlin hat es ja nun mal verdient).
Leider - und es schockiert mich das zu schreiben - fand ich den Rest der Geschichte ziemlich langatmig und träge. Ab einem gewissen Punkt befasst sich alles nur noch mit den politischen Verwicklungen und den Vorbereitungen des Krieges. Ja, es war absehbar dass das Finale der Trilogie auf dieses letzte Gefecht zusteuern muss, aber es nahm für mich leider viel zu viel Raum ein.
Nebenher gab es natürlich noch so einige Wendungen und Überraschungen, die jedoch leider nicht den gewohnten Sarah-J-Maas-Wumms-Effekt entfaltet haben. Manche waren recht vorhersehbar, andere habe ich mit einem Schulterzucken hingenommen. Es fehlte für mich bei diesem Band völlig der Sog, in den mich die Vorgänger versetzt haben.
Feyre ist Feyre, wobei ich ihre Entwicklung über die Bücher hinweg wirklich sehr spannend und gelungen fand. Bei Rhys habe ich tatsächlich seine neckischen Kommentare und seinen Wortwitz vermisst - es wirkte etwas, als stünde er neben sich.
Das Ende ist dann zwar für Fans zufriedenstellend, jedoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob es besser gewesen wäre beim über 700 seitigen Schinken ein wenig abzuspecken.
Zum Hörbuch an sich kann ich nicht mehr viel neues berichten: Ich mag Ann Vielhabens Stimme, da sie für mich den Charakter von Feyre wunderbar einzufangen vermag. Von Simon Jäger hätte ich gerne wieder mehr gehört, da ich bekannterweise ein großer Fan seiner Stimme bin.
Was war besonders?
In diesem Band erfährt man wirklich über alle Nebencharakteren mehr. Egal ob Lucien, Cassian, Morrigan (sogar die Weberin!) - ich habe nun das Gefühl, sie alle besser zu kennen. Da kamen mir dann auch so ganz neue Beziehungskonstellationen und Schmachtmomente in den Sinn (die ja vielleicht in den Spin-Offs aufgegriffen werden).

Listening to Das Reich der Sieben Höfe - Sterne und Schwerter makes me feel like...
...zwar ein zufriedenstellendes, aber kein überwältigendes Ende dieser ganz besonderen Geschichte. Auf die Spin-Offs bin ich aber schon jetzt wahnsinnig gespannt!


Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 1. Mai 2018

Rezension: Der Tote in der Kapelle

Der Tote in der Kapelle von Elizabeth Edmondson, erschienen bei Goldmann, Taschenbuch, 418 Seiten, 10€

Worum geht's?
"England 1953: Nach einer Verletzung im Einsatz wird Geheimagent Hugo Hawksworth an den Schreibtisch versetzt. Nur widerwillig begibt er sich ins Kriegsarchiv im ländlichen Selchester, befürchtet er doch, sich in seiner neuen Stelle zu langweilen. Doch kaum ist er auf Selchester Castle angekommen, weckt ein rätselhafter Fall Hugos Neugier. In einer stürmischen Winternacht vor sieben Jahren verschwand der Earl of Selchester spurlos, und jetzt wird bei Renovierungsarbeiten in der Schlosskapelle sein Skelett entdeckt. Die Behörden wollen die Akte eilends schließen und küren einen Toten zum Täter. Doch Hugo wähnt den wahren Mörder noch unter den Lebenden und begibt sich mit der burschikosen Freya, der Nichte des Earls, auf die Suche ..."

Warum hab ich es gelesen?
Nachdem ich durch dieses unfassbar großartige Cover auf das Buch aufmerksam geworden bin, lies der Klappentext mein bekanntermaßen anglophiles Herz gleich höher schlagen. Also auf in die 50er!

Wie war's?
Dieses Büchlein ist schon etwas besonderes, denn trotzdem es sich hier um einen Krimi handelt, sprüht es vor englischem Humor und witzigen Dialogen. Dabei rutscht es nie in Klamauk ab, es ist schlicht und ergreifend unterhaltsam (ich musste so einige Male schmunzeln).
Protagonist Hugo Hawksworth fand ich sehr sympathisch. Seine Ermittlungen in englischen Adelskreisen waren herrlich unaufgeregt und nachvollziehbar. Ich denke jedem ist klar, dass ein klassischer englischer Krimi nun mal recht unblutig und ohne große Hektik daher kommt. Und eben das hat die Autorin hier sehr gut getroffen - der Fall war spannend und mit einigen Überraschungen gespickt, die ich so nicht unbedingt vermutet hätte.
Am Ende wird leider nicht alles aufgelöst, da hat mein innerer Monk schon ein wenig rebelliert. Da das Ganze aber ursprünglich wohl als Reihe geplant war, lässt sich dieser Umstand natürlich verzeihen.

Was war besonders?
Der Autorin ist es sehr gekonnt gelungen, mich in die 50er Jahre zu versetzen. Diese Zeit  mit ihren ganz eigenen Besonderheiten, geprägt durch den vorangegangen Krieg, mitten in neuen politischen Unruhen, wurde für mich sehr interessant und passend in die Handlung eingebettet.

Reading Der Tote in der Kapelle makes me feel like...
...ganz großartig - für alle Fans von Agatha Christie und Sir Arthur Conan Doyle zu empfehlen!


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 29. April 2018

Rezension: Lady Midnight (Die dunklen Mächte 1), ungekürzte Lesung

Lady Midnight von Cassandra Clare, gelesen von Simon Jäger, erschienen beim Hörverlag,  2 mp3CDs, Laufzeit 28h 7min

Worum geht's?
"Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten.
Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt..."

Warum habe ich es gehört?
Da es sich hierbei um den Auftakt einer neuen Reihe der Shadowhunter handelt und ich ein großer Fan der Chroniken der Unterwelt bin, musste ich natürlich reinhören!

Wie war's?
Die Grundsituation war ja bereits im letzten Teil der Chroniken der Unterwelt (Heavenly Fire) geschaffen: Ohne zu spoilern kann ich wohl sagen, dass man die Protagonisten Emma und Julian dort bereits kennengelernt hat. Nun, fünf Jahre später, erfahren wir, wie es mit den beiden Parabatai weitergeht.
Ganz wichtig ist mir an dieser Stelle der Hinweis, dass man zwar diese Reihe anfangen kann, ohne die vorherigen gelesen zu haben, allerdings wird kräftig gespoilert und z.T. auch Wissen bzw das Verstehen von Zusammenhängen vorausgesetzt.
Nun aber zum inhaltlichen: Cassandra Clare hat es irgendwie geschafft, eine ganz neue, eigenständige und in sich stimmige Geschichte im altbekannten Shadowhunter-Universum zu erschaffen. Ich mochte Julian und Emma sehr gerne, aber ja, ich bin bekennender Mark Fan. Seine Figur ist so herrlich vielschichtig und undurchschaubar, dass ich mich bereits auf die kommenden Teile und seine Entwicklung freue. Es gibt neue und altbekannte Wesen, einen Haufen interessanter Charaktere und vieles zu lernen (es gibt z.B. eine Empfängnisverhütungsrune - da musste ich schon ordentlich schmunzeln!).
Die Gefühle von Emma und Julian, ihre als Parabatai verbotene Liebe und trotzdem so starke Anziehungskraft fand ich ganz ganz furchtbar. Also in dem Sinne, dass ich wirklich mit den beiden gelitten habe und man sich doch einfach von Beginn nur wünscht, dass sie zusammen sein können. Hach.
Auch das Mysterium um die seltsamen Morde und Emmas verstorbene Eltern konnte mich packen. Doch leider war es mir ab einem gewissen Punkt einfach zu lang. Nach dem dramatischen Höhepunkt folgten noch so viele Erzählabschnitte, dass für mich der Spannungsbogen leider nicht mehr funktionierte (ein 28-stündiges Hörbuch dauert nun mal).
Simon Jäger mag ich ja schon allein deshalb unglaublich gerne, da ich dann immer das Gefühl habe, Heath Ledger würde mir etwas vorlesen. Trotzdem der Großteil der Geschichte rund um Emma stattfindet, hat es für mich mit der männlichen Stimmer trotzdem sehr gut funktioniert. Einzig die Lautstärke empfand ich manchmal als zu stark wechselnd.

Was war besonders?
Neben kleinen Erwähnungen der Charaktere aus den vorangegangenen Reihen gibt es zum Schluss noch einen großen Bonus für Fans, denn man erfährt natürlich, wie es Jace, Clary und dem Rest ergangen ist.

Listening to Lady Midnight makes me feel like...
...neue Geschichte im altbekannten Universum. Emma und Julian (und Mark!) haben definitiv Potenzial!

Sonntag, 22. April 2018

Rezension: Paper Party - Die Leidenschaft (Paper-Reihe Band 3,5)

Paper Party - Die Leidenschaft von Erin Watt,  erschienen bei Piper, broschiert, 208 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Als ältester der Royal-Brüder war Gideon schon immer der Vernünftige. Liebevoll kümmerte er sich um seine jüngeren Geschwister und um seine Mutter bis sie starb. Er geht aufs College und trainiert hart für sein Sportstipendium. Doch auch Gideon hat eine düstere Seite und ein Geheimnis, das er seit Langem hütet. Warum zerbrach die Beziehung zwischen ihm und seiner großen Liebe Savannah? Und wird es ihm gelingen, ihr Herz zurückzuerobern? Nach den Erfolgsromanen um Reed und Ella beglückt uns Erin Watt nun mit einer Fortsetzung über die glamourösen, attraktiven und abgründigen Royals."

Warum hab ich es gelesen?
Die Paper-Reihe rund um Ella und die Royal-Brüder hat mich im vergangenen Jahr ordentlich mitfiebern lassen - und da ich auf die Fortsetzung von Paper Passion und meinem heiß geliebten Easton noch ein Weilchen warten muss, vertreibe ich mir die Zeit gerne mit Gideon und seiner Geschichte.

Wie war's?
Hmm..naja...Gideon war ja noch nie so wirklich mein Favorit. Ich finde seine Figur recht blass und unspektakulär. Aber als großer Fan gibt man ihm natürlich eine Chance. Aufgrund des Klappentextes hatte ich gehofft, dass der gute Gideon für mich etwas an Charakter gewinnt. Eine "düstere Seite und ein Geheimnis"? Leider wurde ich was das angeht ziemlich enttäuscht, denn wenn man die Vorgänger gelesen hat, erfährt man nicht wirklich etwas Neues. Und an dieser Stelle sei ausdrücklich erwähnt: Ja, es gibt einen Haufen Spoiler zu den Vorgängern (sprich es empfiehlt sich absolut nicht, mit Paper Party in die Reihe zu starten!).
Die Geschichte wird abwechselnd von Gideon und Savannah erzählt, noch dazu auf verschiedenen Zeitebenen. Auf diese Weise erfährt man, was, wie und warum es dazu kommen konnte, wie es eben ist.  Es war ganz interessant, Savannah näher kennenzulernen, die ja in den Büchern sonst immer eher die Rolle des Miststücks inne hatte. Mehr mögen tue ich sie nun zwar trotzdem nicht, aber ich kann ihr Verhalten und ihre Beweggründe nun definitiv besser nachvollziehen. Außerdem muss man sich immer vor Augen halten, dass wir uns hier im Royal-Universum befinden und eben alles recht hoch auf der Teenie-Daily-Soap-Dramatik steht. Für die Royals gilt die normale Messlatte eben nicht.
Und auch wenn das alles recht negativ klingt: Ich hatte viel Freude beim Lesen. Die gut zweihundert Seiten sind flux gelesen, die Story an sich stimmig und im gewohnt flüssigen Schreibstil des Autorinnenduos. Noch dazu ist das Cover (mal wieder) ein echtes Träumchen und macht sich neben seinen Vorgängern und dem Nachfolger ganz fantastisch im Regal.

Was war besonders?
Ich fand besonders die Rückblicke interessant, in denen auch Reed und Easton vorkamen. Ihre Erfahrungen kannte man zwar aus Erzählungen, aber so fühlte es sich so doch noch einmal wesentlich intensiver an.

Reading Paper Party - Die Leidenschaft makes me feel like...
...man muss dieses Buch als das nehmen, was es ist: ein netter Bonus für Fans der Reihe. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Mit herzlichem Dank den Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 15. April 2018

Rezension: When it's Real

 When it's Real von Erin Watt, erschienen bei Piper, EBook, 472 Seiten, 9,99€

Worum geht's?
"Unter normalen Umständen hätten sich Oakley und Vaughn wohl nie kennengelernt. Während sich die siebzehnjährige Vaughn seit dem Tod ihrer Eltern um ihre Geschwister kümmern muss, ist das Leben des neunzehnjährigen Oakley eine einzige Party. Als Popstar hat er sich nicht nur eine Bad-Boy-Attitüde zugelegt, sondern auch jede Menge Groupies. Dann beschließt sein Management, dass er dringend ein besseres Image braucht. Vaughn soll ein Jahr lang Oakleys Freundin spielen. Doch die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen. Während die gesamte Presse rätselt, wer das neue Mädchen an Oakleys Seite ist, muss sich Vaughn fragen: Kann sie sich selbst treu bleiben in dieser Welt voller Glitzer, Glamour und Gerüchte?"

Warum hab ich es gelesen?
Ich bin ein großer Fan des Autorinnenduos Erin Watt und warte ja bekanntlich bereits sehnsüchtig auf die Fortsetzung von Paper Passion. Als Überbrückung gibt's nun das eigenständige Werk When it's Real - ich bin gespannt!

Wie war's?
Hach, großartig! Die Autorinnen schaffen es irgendwie immer, die unmöglichsten Situationen realistisch zu verpacken. Als Normaloteenager die Freundin eines absoluten Superstars spielen und dafür unendlich viel Kohle kassieren? Ja! Sich dabei trotz aller Grenzen und Unterschiede unsterblich ineinander verlieben? Ja, ja, ja!
Dabei konzentriert sich die Geschichte wirklich sehr schön auf die Protagonisten Vaughn und Oakley, die beide auf ihre Art mit der Situation zu kämpfen haben und wohl unterschiedlicher nicht sein könnten.
Vaughn ist bodenständig, süß und selbstsicher. Sie war mir direkt sympatisch und trotz dem frühen Verlust ihrer Eltern nicht darauf reduziert. Ihr gegenüber steht Oakley, Sohn bereits berühmter Eltern, selbst quasi ein Teeniegott mit dementsprechendem Ego. Ernsthaft, zu Beginn ist er ein arrganter Kotzbrocken. Aber trotzdem wünscht man sich natürlich, dass die beiden zusammen kommen.
Die Liebesgeschichte empfand ich schlichtweg als süß, ohne kitschig zu sein. Die Seiten fliegen ohne Längen locker vorbei und man kann das Lesevergnügen einfach genießen. Genretechnisch würde ich es schon fast eher dem Young Adult zuordnen, aber ich als Grown-Up habe mich auch herrlich unterhalten gefühlt. Einzig der inflationäre Gebrauch des Wortes "chicks" hätte meinetwegen gerne etwas weniger sein dürfen.

Was war besonders?
Für mich war es mit Blick auf die Paper-Reihe tatsächlich entspannend, dass in When it's real nicht alles dem Dramafaktor einer Daily Soap entspricht. Weniger ist mehr und ist hierbei wirklich sehr schön aufgegangen.

Reading When it's Real makes me feel like...
Herrlich lockeres und unterhaltsames Standalone - eigentlich schade, dass es schon vorbei ist...

Mit herzlichem Dank an Netgalley.de und den Verlag für das Rezensionsexemplar

Freitag, 6. April 2018

Inside: Die Leiden und Freuden des Hausbaus - mein Bücherzimmer

Es ist geschafft - nach neun Monaten Haussanierung darf ich endlich mein Eigenheim beziehen. Gegen Ende blieb leider so ziemlich 98% des privaten und sozialen Lebens auf der Strecke, aber die Mühen haben sich gelohnt: Schließlich konnte ich mir so unter anderem meinen lange gehegten Traum meines Bücherzimmers erfüllen - und es ist sooo schön geworden! 
Für mich war es schon ein äußerst aufregender Prozess. Welche Bücherregale, wie viele, passt das noch, welche Tapete dazu, Lesesessel, Sofa oder doch ein Bett? So viele Fragen! Und als es dann endlich ans Einräumen meiner Schätze ging, stand ich vor einem mir bisher völlig unbekannten Dilemma: Ich hatte Platz! Das verlangte geradezu eine andächtige Zelebration. Und einen Plan, denn das vorherschende "Reinquetschen wo es geht" wurde nun vom ordentlichen Einräumen und sogar Dekorieren abgelöst. Da ich ein Fan davon bin, alles zu sortieren, erstrahlen meine Lieblinge nun also nach Genre sortiert und mit ausreichend Luft nach oben.
Als absolut glücklicher Bücherwurm möchte ich euch das natürlich mit euch teilen - auch wenn ich jetzt schon weiß, dass die Ordnung (und der Platz) vermutlich nicht lange anhalten werden 😉