Freitag, 7. Juli 2017

Die LovelyBox - Unpacked

Kennt ihr schon die LovelyBox? Es handelt sich hierbei um eine deutschsprachige, limitierte Buchbox, die alle paar Monate von der Seite LovelyBooks verlost wird. 'Verlost' bedeutet, ihr könnt euch für den Gewinn bewerben, die Teilnahme sowie die LovelyBox sind für euch völlig kostenlos.
Das Motto dieser Special Edition lautete passend zur Jahreszeit "Sommerliche Lektüre für den Liegestuhl" und enthält Bücher des Bastei Lübbe Verlags.
Kurz nach der Bewerbungsphase erreichte mich eine unglaublich nette Email, in der mir mitgeteilt wurde, dass die Losfee mir äußerst wohlgesonnen war und die LovelyBox Special Edition bereits auf dem Weg zu mir sei. Ich habe mich natürlich unglaublich darüber gefreut - jetzt hieß es warten auf den Postboten!

...falls ihr nicht wissen wollt, was drin war, solltest ihr ab jetzt nicht mehr weiterlesen 😏
 
 
Schon einige Tage später durfte ich sie dann endlich in den Händen halten - wie Weihnachten im Juli!
Hier habe ich für euch den Inhalt der Box mal zusammengefasst.

Neben drei Printausgaben und einem EBook-Gutschein, die ich euch gleich noch genauer vorstelle, waren in dieser Box noch die zuckersüßen Karten von LovelyBooks (ich liebe die Eule!).

Diese Schätzchen aus dem Bastei Lübbe Verlag waren enthalten. Ich liste euch mal die Titel samt Klappentext auf:

Wildblumensommer von Kathryn Taylor:
"Ein unvergesslicher Sommer in Cornwall
Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück - und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören..."

Die Tochter des Seidenhändlers von Dinah Jefferies
"Eine Frau zwischen zwei Kulturen, eine Liebe gegen alle Widerstände
Vietnam, 1950. Die junge Nicole stand von jeher im Schatten ihrer schönen Schwester Sylvie. Als Tochter eines französischen Seidenhändlers und einer Vietnamesin soll sie nun in Hanoi ein Stoffgeschäft übernehmen. Bald kommt Nicole mit Einheimischen in Berührung, die sich gegen die französische Fremdherrschaft auflehnen. Dabei entdeckt sie voller Schrecken, dass ihr Vater in dunkle Machenschaften verwickelt ist. Als sie sich in den charismatischen Mark verliebt, gerät ihre Welt abermals ins Wanken. Denn Mark scheint auch für ihre Schwester Gefühle zu hegen. Auf der Suche nach ihrem Platz in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint, fasst Nicole einen kühnen Plan ..."

Das Leben fällt, wohin es will von Petra Hülsmann
"Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, solltest du besser nicht den Kopf hängen lassen
Party, Spaß und Freiheit - das ist für Marie das Allerwichtigste, und sie liebt ihr sorgenfreies Dasein. Das ändert sich jedoch schlagartig, als ihre Schwester Christine schwer erkrankt und sie darum bittet, sich während der Behandlung um ihre Kinder zu kümmern. Und nicht nur das - Marie soll auch noch Christines Posten in der familieneigenen Werft für Segelboote übernehmen. Darauf hat Marie ja mal so überhaupt keinen Bock, und auf ihren neuen "Chef", den oberspießigen Daniel, erst recht nicht. Während sie von einem Chaos ins nächste stolpert, wird ihr jedoch klar, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und dass manches einen ausgerechnet dann erwischt, wenn man es am wenigsten erwartet - zum Beispiel die Liebe ..."

Noch dazu gab es aus dem LYX Verlag einen EBook Gutschein für den Titel Illumination - An deiner Seite von Rowan Speedwell:
"Liebe mal anders ... Mit "Illumination" erwartet Sie ein sinnlicher Male/Male-Roman mit intensiven Gefühlen und zwei Helden, die das Herz des Lesers im Sturm erobern! Völlig ausgebrannt lässt sich Rockstar Adam Craig von einem Taxifahrer im Nirgendwo absetzen. Er hat keine Lust mehr, für seine Fans länger den heterosexuellen Superstar zu spielen, obwohl er doch eigentlich auf Männer steht. An einem abgelegenen See-Resort findet er endlich Ruhe - und in dem menschenscheuen Künstler Miles den Mann, nach dem er sich immer gesehnt hat. Doch hat die Liebe zwischen einem Star, der das Bad in der Menge liebt und nie zu Hause ist, und einem Eigenbrötler, der sein Zuhause seit Jahren nicht mehr verlassen hat, eine Chance?"
Also liebes LovelyBooks-Team, an dieser Stelle vielen vielen Dank und einen dicken Knutscha für diese tolle LovelyBox!

Donnerstag, 6. Juli 2017

Rezension: Das Auge des Flusses - Kurzgeschichte (Lacey Flint Series)

Das Auge des Flusses von Sharon Bolton, erschienen im Goldmann Verlag, EBook, 79 Seiten, 2,99€

Worum geht's?
"Schon länger vermutet die London Metropolitan Police, dass ein Strip Club in der Argyle Street der Tarnung terroristischer Aktivitäten dienen könnte. Nach Monaten der Observierung und Vorbereitung gelingt es schließlich, einen der besten Undercover-Beamten des Vereinigten Königreichs dort einzuschleusen: DI Mark Joesbury. Doch als dieser das ganze Ausmaß der perfiden Pläne durchschaut, ist er längst selbst zum Spielball der Terroristen geworden. Denn diese haben seinen schwächsten Punkt erkannt und seine große Liebe Lacey Flint als Geisel genommen. Wird Joesbury die schlimmste Bewährungsprobe seines Lebens bestehen und London vor der Katastrophe retten können?"

Warum hab ich es gelesen?
Ganz ehrlich, normalerweise lassen mich Wörter wie "terroristisch" oder "undercover" im Klappentext ziemlich schnell das Interesse verlieren. Allerdings bin ich ein großer Fan der Lacey Flint Serie von Sharon Bolton (meine Rezension des ersten Bandes findest du hier) und habe alle Bände samt veröffentlichter EBook-Kurzgeschichten quasi inhaliert. Daher war es gar keine Frage, dass ich mir auch dieses hier ansehen werde - vor allem da in dieser Geschichte nicht Lacey, sondern DI Mark Joesbury die Hauptrolle spielt.

Wie war's?
Das Buch startet mit einem kurzen Prolog, welcher den Leser äußerst atmosphärisch ins sommerliche London entführt. Mark Joesbury steht am Steuer eines Flussbootes auf der Themse - und seine geliebte Lacey schwebt in höchster Gefahr. Wie konnte es dazu kommen?
Die Erzählung setzt nun einige Wochen zuvor an und wir begleiten Mark Joesbury bei seinem Undercovereinsatz. Zeitlich deckt sich die Geschichte mit den Ereignissen des vierten Bands der Lacey Flint Serie, Schwarze Strömung. Diese Kurzgeschichte sollte also möglichst als letztes gelesen werden. Zwar ist es möglich, sie ohne Vorkenntnisse zu genießen, jedoch tauchen einige bekannte Figuren auf und natürlich ist die Verbindung von Mark und Lacey wesentlich greifbarer, wenn man auch die vorangegangenen Bände kennt.
Der Prolog samt Klappentext verraten ja bereits einen Großteil der Handlung, jedoch wurde es gerade zum Ende hin noch mal richtig spannend. Was genau die Terroristen planen und wie Mark und Lacey diese Katastrophe zu verhindern versuchen war für mich wieder einmal in bester Sharon-Bolton-Thriller-Manier geschrieben: Packend, mitreißend, spannungsgeladen. Trotz personalem Erzähler sind Marks Gedanken und Gefühlslage stets sehr präsent. Noch dazu hat das Ende einige Auswirkungen auf einen eventuellen fünften Teil der Serie, was mich als Fan natürlich weiterhin auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Was war besonders?
Mark Joesbury - der undurchsichtige Charakter, bei dem man nie wusste, was er tut, was er fühlt, wie er genau zu Lacey steht. Endlich lernt man nicht nur ihn besser kennen, man bekommt auch einen Einblick in seinen Beruf in der Undercover-Abteilung. Noch dazu werden all die Fragen, die sich im vierten Band rund um den guten Mark und seine Situation ergaben, mit dieser Kurzgeschichte geklärt.

Reading Das Auge des Flusses makes me feel like...
...endlich habe ich Mark Joesbury besser kennengelernt - für alle Fans der Serie ein Muss!


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 2. Juli 2017

Rezension: Royal Passion (Die Royals Saga 1)

Royal Passion von Geneva Lee, erschienen bei Blanvalet, broschiert, 448 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor ...
Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy …
Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?"

Warum hab ich es gelesen?
Die Royals-Saga von Geneva Lee ist im Erotikgenre genauso umstritten wie die After-Reihe von Anna Todd oder der Klassiker Fifty Shades of Grey von E. L. James. Die einen verschlingen sie, die anderen fragen sich, warum die armen Bäume für den Druck solchen Unsinns sterben mussten. Natürlich geht man an eine solche Reihe mit einer gewissen Skepsis heran, hat man doch im Vorfeld schon verschiedenste Ansichten gehört. Nichtsdestotrotz wollte ich mir meine eigene Meinung bilden.

Wie war's?
Zu Beginn hatte ich mit diesem Buch wirklich zu kämpfen. Die ersten 80 Seiten waren inhaltlich dermaßen abstrus und platt, dass ich wirklich äußerst schleppend voran kam und es am liebsten abgebrochen hätte. Nach und nach konnte ich dann aber doch noch einen Lesefluss entwickeln und die Seiten flogen später praktisch dahin. Dazu haben sicherlich der leichte Schreibstil der Autorin sowie die recht kurzen, übersichtlichen Kapitelabschnitte beigetragen.
Clara, selbst eine gut betuchte Oxford-Absolventin, trifft durch Zufall auf den englischen Kronprinzen Alexander und verfällt ihm gleich mit Haut und Haar. Dabei sind die Rollen mal wieder ganz klassisch verteilt: Clara, die sexuell recht Unerfahrene, die immer wieder betont, dass sie sich nichts gefallen lassen will, aber natürlich bei jedem schiefen Blick ihres angebeteten Alexanders willig und bereit ist, ihm jeden Wunsch zu erfüllen. Auf der anderen Seite steht der ach so gefährliche, natürlich unglaublich gutaussehende Alexander, den seine dunkle Vergangenheit zu einem bindungsgestörten, dominanten Bad Boy gemacht hat. Was er genau in Clara sieht wurde mir leider nie ganz klar, aber gut, es muss ja so sein.
Man verbringt nun also knappe 450 Seiten damit, den beiden beim Ausloten und Definieren ihrer Beziehung und natürlich dem Kampf gegen die äußeren Umstände, wie Paparazzi oder den unsäglichen Umstand, dass sich die werte königliche Hoheit mit einer Bürgerlichen vergnügt, beizuwohnen. Auch hier werden sämtliche Klischees bedient, von den unsympathischen Familienmitgliedern bis zu intriganten Verflossenen, die Clara und Alexander das Leben schwer machen.
Die ganze Rahmenhandlung samt ihrer Figuren hat keine Tiefe, dient aber der Unterhaltung. Wer echte Gefühle, spannende Wendungen oder geistreiche Dialoge erwartet, wird aber auch sicher nicht zu diesem Buch greifen. Denn seien wir ehrlich, die Rolle des dritten Protagonisten in diesem Buch wird ganz klar von den erotischen Szenen ausgefüllt. Wenn Clara und Alexander erst einmal loslegen, kann das Ganze schon mal einige Seiten dauern. Dann wird gefrühstückt und schon geht es weiter - ernsthaft, ich habe noch kein Buch gelesen, in dem es derart oft zur Sache ging. Die Szenen sind zwar sprachlich derbe, aber abwechslungsreich und haben trotz der ursprünglichen Andeutungen kaum BDSM-Einschlag.
Das Ende ist dann ein wenig abrupt und war für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber es musste ja eine Überleitung zum zweiten Band her. Dessen erste Seiten finden sich übrigens als Leseprobe gleich im Anhang.

Was war besonders?
Belle, Claras beste Freundin, mochte ich unglaublich gerne und würde sofort mit ihr zusammenziehen wollen. Darüber hinaus fand ich Claras Geheimnis eine interessante Wahl, dessen Thematik ich in einem solchen Buch sicher nicht erwartet hätte.

Reading Royal Passion makes me feel like...
...für das Genre völlig ok, aber eben leichte Kost. Wer nicht zu viel erwartet und sich an erotischen Szenen erfreut sollte einen Versuch wagen.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Rezension: Der Schatz der Oger - Spielbuch (Welt der 1000 Abenteuer Band 3)

Der Schatz der Oger von Jens Schumacher, erschienen im Mantikore Verlag, Taschenbuch, 280 Seiten, 11,95€

Worum geht's?
"Aufregung im Dörfchen Roog: Bolko ist verschwunden! Dein Vetter ist ausgezogen, um im finsteren Forst von Yorrok nach dem verschollenen Goldschatz der Oger zu suchen. Dabei steckt dieser Wald voller Gefahren – und möglicherweise hausen dort sogar noch letzte Überlebende der schrecklichen Menschenfresser. Das Schlimmste befürchtend, begibst du dich auf die Suche nach Bolko … Kannst du den Gefahren der Wildnis trotzen und deinen Vetter lebendig zurückbringen? Ein interaktives Fantasy-Abenteuer: DU entscheidest, welchen Weg du einschlägst, welche Gegner du bekämpfst. Doch Vorsicht, hinter jeder Ecke kann das Verderben lauern! Nur mit Mut, Grips und einer Portion Glück bestehst du alle Prüfungen!"

Warum hab ich es gelesen?
Ich bin ein großer Fan von Pen & Paper Fantasyrollenspielen, aber leider schafft es unsere Gruppe immer seltener, passende Termine zu finden. Durch eine Buchverlosung bin ich auf dieses Spielbuch samt Fantasythema aufmerksam geworden. Ein Spielbuch? Das klingt ja nach einer großartigen Alternative! Zum Glück war mir die Losfee wohlgesonnen und ich durfte schon bald mein erstes Spielbucherlebnis wagen.

Wie war's?
Der Beginn ist äußerst einsteigerfreundlich formuliert. Dies war mir ganz besonders wichtig, schließlich handelt es sich hier um mein erstes Spielbuch. Auch ohne Vorkenntnisse findet man sich ganz schnell in diesem Büchlein und dem Spiel zurecht. Es werden nur kurz die wenigen Regeln erklärt, die das Abenteuer und die Lesart des Buches umfassen, danach wird man bereits in die Geschichte entlassen.
Das Grundprinzip ist einfach: Auf einem sogenannten 'Abenteuerblatt' hält man seine Spielfortschritte, wie z.B. gefundene Gegenstände, fest. Man wählt eines von fünf Talenten (Klettern, Tiersprache, Schriftenkunde, Verbergen oder Vorahnung), die für die Mission von Vorteil sein können, und der Rest ergibt sich auf dem Weg. Durch eigene Entscheidungen spielt man sich durch das Abenteuer, z.B. 'Du findest eine Truhe. Willst du sie öffnen, lies weiter auf Seite XY, wenn nicht, lies weiter auf S. YZ". So springt man zwischen den Seiten hin und her, immer mit der Hoffnung, die richtige Wahl getroffen zu haben. Denn ja, man kann in diesem Buch sterben. Meine bessere Hälfte und ich sind beim ersten Versuch dann gleich mal innerhalb von zehn Minuten gescheitert (Tod durch Riesenfaultier), haben uns aber sofort an den nächsten Versuch gewagt und das Abenteuer schließlich siegreich gemeistert. Wir hatten an den herrlichen Diskussionen und den zum Teil recht kuriosen Begegnungen in diesem Buch wirklich unsere Freude.
Großes Herzklopfen gab es vor allem während den 'Schicksalsentscheidungen', bei denen man mit geschlossenen Augen über einer mit diversen Runen verzierten Seite den Finger kreisen lässt. Je nachdem, auf welche Rune der Finger dann schließlich zeigt, geht das Abenteuer weiter. Das klingt zwar etwas seltsam, ist aber eine äußerst praktische Idee, da man das Buch auf diese Weise trotz Zufallskomponente überall spielen kann und nicht immer einen Würfel mit sich herum tragen muss.
Der Schreibstil ist angenehm, die Situationen in kurzen Abschnitten dargelegt und es ist nicht immer eindeutig, welche Entscheidung gerade die bessere ist. Außerdem finden sich hier und da zwischen den Abschnitten zur Geschichte passende schwarz-weiß Abbildungen und Zeichnungen.
Einzig die Tatsache, dass es nur einen einzigen richtigen Weg gibt, um das Abenteuer zu gewinnen, fand ich etwas schade. Da rebelliert mein Rollenspielerherz ein wenig, das gern verschiedene Dinge ausprobiert und sich auch mal ins Ungewisse stürzen mag. Allerdings wird auf diesen Umstand gleich zu Beginn hingewiesen, man weiß also von vornherein, dass jede Entscheidung Gewicht hat.

Was war besonders?
Das Prinzip des Spielbuchs ist definitiv außergewöhnlich. Ob allein oder mit mehreren, einfach hinsetzen, Buch aufschlagen, los spielen. Diese Idee sagt mir sehr zu und ich kann es kaum erwarten, ein etwas komplexeres Werk anzugehen.

Reading Der Schatz der Oger makes me feel like...
...was für ein Spaß! Aus Einsteigersicht (oder eben für jüngere Leser) ist dieses Abenteuer definitiv zu empfehlen. Wenig Regeln, viel Spielspaß und ein interessantes Abenteuer!

Mit herzlichem Dank an LovelyBooks.de und den Mantikore Verlag für das Rezensionsexemplar
 

Montag, 26. Juni 2017

Rezension: Begin Again (Again-Reihe 1), gekürzte Lesung

Begin Again von Mona Kasten, erschienen bei LYX, gekürzte Lesung erschienen bei Lübbe Audio,  6 CDs, Laufzeit 430 min
 
Worum geht's?
"Noch einmal ganz von vorne beginnen - das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv - mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren..."

Warum hab ich es gehört?
Begin Again war eines meiner Jahreshighlights 2016. Durch Feel Again, den finalen Band der Reihe welcher erst kürzlich erschienen ist, hatte ich noch einmal unglaubliche Lust, die Geschichte von Allie und Kaden zu erleben. Da ich allerdings kein allzu großer Fan von Rereads bin, war ich natürlich sehr erfreut zu sehen, dass es dieses wundervolle Buch nun endlich auch in einer Hörbuchfassung gibt.

Wie war's?
Die Story an sich war mir ja bereits bekannt, hat für mich aber auch nach einem Jahr nichts von ihrem Zauber verloren. Allie, die aus verschiedenen Gründen einen Neubeginn starten will und dabei ausgerechnet in einer WG mit dem launischen, arroganten Kaden landet, ist eine liebenswerte und äußerst sympathische Protagonistin. Nur zu gerne verfolgt man ihre Entwicklung und die langsam wachsende Beziehung zu Kaden, der definitiv mehr als nur die typische Rolle des Bad Boys zu bieten hat.
Milena Karas versteht es grandios, Allie mit ihrer Stimme Leben einzuhauchen. Schüchtern und zögerlich, taut sie doch in den entscheidenden Momenten auf und trotzt Kaden samt seinem Bad Boy Gehabe mit einem herrlichen verbalen Schlagabtausch. Sie bezaubert mit ihrer Art nicht nur ihn, sondern auch den Zuhörer. Der Sprecherin gelingt es zudem, Kadens Arroganz sehr treffend in ihrer Stimme widerzuspiegeln. Dabei sind die Intonation und das Lesetempo äußerst angenehm und helfen, die Figuren vor dem inneren Auge entstehen zu lassen.  
Die Kürzungen der Geschichte bemerkt man glücklicherweise nicht wirklich, ich für meinen Teil habe nichts vermisst.

Was war besonders?
Milena Karas' Stimme passt derart gut zu Protagonistin Allie, dass ich sie mir zum Teil noch besser vorstellen konnte, als es schon beim Lesen der Fall war. Definitiv ein intensives Hörerlebnis.

Listening to Begin Again makes me feel like...
...immer wieder gerne. Milena Karas Stimme ist angenehm, ihre Art zu lesen derart passend zu den Figuren, dass ich mich schon sehr darauf freue, ihren Lesungen der Folgebände Trust Again und Feel Again zu lauschen.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: Murder Park

Murder Park von Jonas Winner, erschienen bei Heyne, broschiert,  416 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Zodiac Island vor der Ostküste der USA: ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. Der Täter Jeff Bohner wird schnell gefasst, der Park aber geschlossen. Die Schreie der Opfer scheinen vergessen zu sein. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Und dann beginnen die Morde. Ein Killer ist auf der Insel …keiner kann dem anderen trauen …die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …"

Warum hab ich es gelesen?
Zu Beginn hat mich natürlich das schlichte und doch einnehmende Cover angesprochen. Düster, atmosphärisch und passend zum Titel, lässt es sofort eine unheimliche Stimmung aufkommen. Der Klappentext überzeugte mich dann recht schnell, da ich Krimis dieser Sorte besonders gerne mag: Eine begrenzte Anzahl von Personen, eingesperrt an einem Ort mit besonderer Geschichte. Klassisch und doch meist von der besten Sorte - also auf zum Murder Park!

Wie war's?
Das Buch startet mit einem Interview zwischen dem Psychologen Sheldon Lazarus und dem Protagonisten Paul Greenblatt einige Wochen vor dem Pressewochenende im Murder Park. Auf diese Weise bekommt man sehr schnell ein Gefühl für den vierundzwanzigjährigen Blogger und seine Motivation, den Murder Park zu besuchen. Er hat bereits einiges hinter sich, ist etwas verschroben und kämpft immer noch mit den Folgen der Vergangenheit, die unweigerlich mit den Ereignissen auf Zodiac Island (jetzt Murder Park) verknüpft sind. Während die Geschichte voran geht, werden immer wieder zwischendurch solche Interviews mit einem der Charaktere eingestreut, wodurch man als Leser immer mehr von deren Hintergrund erfährt. Dies trägt unweigerlich zum Spannungsaufbau bei, weiß man doch, was sie so im Schilde führen.
Die gesamte Gruppe von zwölf Personen landet also im Murder Park und schnell wird klar, dass der Name Programm ist: Nach und nach dezimiert sich die Gruppe und die große Frage lautet: Wer ist der Täter? Da ich an dieser Stelle möglichst spoilerfrei bleiben möchte, werde ich natürlich keinerlei Hinweise in diese Richtung geben. Was mich allerdings - wie immer in solchen Fällen - wahnsinnig aufregt ist das unglaubwürdige Verhalten der Figuren. 'Oh, ein Mörder geht um? Dann sollte jeder allein auf sein eigenes Zimmer gehen und erstmal eine Runde schlafen'. Das ist wirklich etwas, worüber ich mich - auch in diesem Buch - ärgere. Das Ende klärt dann zwar alle offenen Fragen, war für mich allerdings ziemlich übertrieben und unglaubwürdig.
Durch die auktoriale Erzählweise hat man als Leser zu allen vorkommenden Personen einen gewissen Abstand und kann nach Herzenslust verdächtigen, grübeln und raten. Der Schreibstil des Autors ist ein wenig besonders, da er manche Szenen recht überstürzt beschreibt und man zum Teil nochmal zwei Sätze zurück gehen muss um zu verstehen, was da gerade passiert ist.  Es liest sich zwar flüssig, aber die wirklich spannungsgeladenen Szenen fehlten mir etwas. 
Was ich wirklich etwas schade fand war, dass das außergewöhnliche Setting in meinen Augen zu wenig genutzt wurde. Ja, es gibt eine kleine Szene in der Geisterbahn und mit dem Riesenrad, aber hauptsächlich findet die Handlung im Hotel oder rund um die Küste statt. Ein ehemaliger Vergnügungspark mit einer solchen Vergangenheit? Das lässt doch einiges an Spielraum für viele unheimliche Szenen rund um den Autoscooter, quietschende Achterbahnschienen und gruselige Clownsmasken.

Was war besonders?
Die Interviews brachten für mich eine ganz besondere Note in dieses Buch, da sie einen durch die dem Leser bis dato unbekannte Informationen immer ein wenig weiter brachten und am Ende wirklich jede Figur verdächtig wirkte.

Reading Murder Park makes me feel like...
..irgendwie hätte da mehr passieren können. Ein solider Thriller, das gewisse (vor allem atmosphärische) Extra bleibt aber leider aus.

Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension: Rock My Soul (The Last Ones To Know 3)

 
Rock My Soul von Jamie Shaw, erschienen bei Blanvalet, broschiert, 448 Seiten, 12,99€

Worum geht's?
"Als Kit Larson Shawn Scarlett das erste Mal Gitarre spielen sieht, ist es um sie geschehen! Doch nach einer verhängnisvollen Party wird Kit klar, dass sie für den hinreißenden Typen mit den grünen Augen nie mehr sein wird als ein One-Night-Stand. Die Liebe zur Musik aber lässt sie nie wieder los, und als Kit Jahre später erfährt, dass Shawns inzwischen sehr erfolgreiche Band The Last Ones to Know einen neuen Gitarristen sucht, kann sie nicht widerstehen und spielt vor. Kurz darauf erhält sie die Zusage und ist überglücklich. Doch das heißt auch, dass sie Shawn, den sie nie vergessen konnte, von jetzt an jeden Tag sehen wird … ..."

Warum hab ich es gelesen?
Jamie Shaw ist für mich eine ganz besondere Autorin und gehört gemeinsam mit Elle Kennedy und Mona Kasten ganz klar in den (New Adult) Autorinnen-Olymp. Diese Reihe hat es mir angetan, seit ich durch Zufall über das Cover von Rock My Heart gestolpert bin und es in einem Rutsch durchgelesen habe. Schon in diesem ersten Band hatte es mochte ich Shawn besonders und ich konnte es kaum erwarten, seine (bzw. Kits) Geschichte zu lesen.

Wie war's?
Dieses Buch zu lesen war ein wenig so, als würde man nach Hause kommen. Ich liebe die Charaktere dieser Reihe und finde es großartig, dass sie alle in einem hohen Maße vorkommen und die Geschichte rund um Shawn und Kit bereichern.
Dieser Teil startet etwas anders als die vorherigen Bände, nämlich mit einem Rückblick in die Teenagerzeit der Band, genauer gesagt dem Tag ihres Highschoolabschlusses. Die fünfzehnjährige Kit Larson ist über beide Ohren in den drei Jahre älteren, sexy Gitarristen Shawn Scarlett verliebt - und will ihn auf Adam's Party endlich ansprechen.
Dieser Rückblick ist wirklich ein kleines Geschenk, da man sich als Fan natürlich unglaublich darüber freut, die Jungs in ihren Anfängen zu erleben. Die weitere Handlung setzt nach einem Zeitsprung von sechs Jahren kurz vor Ende des zweiten Bandes an, so dass sich ein paar Ereignisse überschneiden. Erzählt wird, bis auf den Epilog, aus Sicht von Kit, die schon früh lernen musste, ihre Ellbogen auszufahren. Aufgewachsen mit sage und schreibe vier älteren Brüdern ist sie alles andere als das typische Mädchen: Sie spielt leidenschaftlich gern Gitarre, liebt ihre Kampfstiefel, trägt gerne Bandshirts samt abgewetzten Jeans und ist definitiv nicht auf den Mund gefallen.
Trotzdem sie Shawn die Ereignisse von früher nicht wirklich verziehen hat, bewirbt sie sich zum Casting als neue Gitarristin der Band The Last Ones To Know und wird prompt genommen. Dies führt natürlich aufgrund der plötzliche Nähe zu ihrem Jugendschwarm zu allerlei interessanter, heißer, aber auch verletzender Situationen, in denen man als Leser unglaublich intensiv mit der sympathischen Protagonistin Kit fühlt. 
Endlich lernen wir auch Shawn besser kennen. Er ist nicht nur Leadgitarrist, sondern auch der Organisator und Kopf der Band. Er kümmert sich um die Termine, kocht morgens den Kaffee...und macht nicht nur Kit mit seiner unglaublichen, sexy Art verrückt. Ich fürchte ich bin ihm spätestens in der Szene, in der er abends im Tourbus liest, restlos verfallen. Die Spannung zwischen den beiden ist in jedem Moment derart greifbar, dass man sie am liebsten anschreien möchte, sich endlich näher zu kommen. Jamie Shaw ist es hier wieder einmal mit ihrem lockeren und flüssigen Schreibstil gelungen, eine ganz besondere Pärchendynamik herauf zu beschwören. Es hätte zwar gegen Ende für meinen Geschmack etwas weniger Hin und Her sein können, aber wirklich gestört hat es mich nicht.
Ganz besonders verliebt habe ich mich in diesem Band übrigens in Leti, Rowans schwulen besten Freund, der endlich etwas mehr und vor allem auch entscheidende Auftritte hat. Generell waren die Nebencharaktere, insbesondere Kits Brüder, äußerst sympathisch ausgearbeitet. Die Familienszenen im Hause Larson waren wirklich herrlich komisch.
Noch dazu wurde in diesem Band der sonst eher ruhige und zurückhaltende Schlagzeuger Mike mehr in den Fokus gerückt, um seine Geschichte, welche im nächsten und letzten Teil der Reihe behandelt wird, anzubahnen.
Doch das Hauptaugenmerk dieses Bandes liegt nicht auf Kit, nicht auf Shawn, es liegt auf der Musik. Mit welcher Intensität und Hingabe die Autorin das Schreiben und Performen der Songs beschreibt wirkt einfach wahnsinnig einnehmend und weckt in mir sofort den Wunsch, ein Instrument zu lernen, nur um dieses Gefühl nachempfinden zu können. Vielleicht werde ich ja noch eine begnadete Triangelspielerin.

Was war besonders?
Das Gefühl, welches Jamie Shaw mit dieser absolut coolen Band und ihrem Tourbus hervorruft, ist einfach großartig. Während dem Lesen sitze ich nicht auf dem Sofa, liege nicht im Bett, baumle nicht in der Hängematte, nein, ich lasse es mit den Rockstars von The Last Ones To Know ordentlich krachen. Genauso stelle ich mir das Leben auf Tour mit all seinen guten und schlechten Seiten vor.

Reading Rock My Soul makes me feel like...
Wieder einmal eine wahre Wonne - am liebsten möchte ich sofort mit den Jungs von The Last Ones To Know auf Tour gehen! Die Geschichte von Mike und somit das Finale der Reihe, Rock My Dreams, erscheint bereits im Juli 2017.


Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar