Donnerstag, 29. April 2021

Rezension: Der Aufräum-Kompass: Sauber machen, Ordnung schaffen, Ordnung halten: Die besten Strategien für ein schönes Zuhause


 Der Aufräum-Kompass: Sauber machen, Ordnung schaffen, Ordnung halten von Jelena Weber, erschienen bei ZS Verlag GmbH, EBook, 176 Seiten, 14,99€


Worum geht's? 
[Klappentext]
"„Ich muss endlich mal meinen Kleiderschrank ausmisten! Wohin nur mit dem ganzen Kleinkram? Warum herrscht in meinen Schubladen immer so ein Chaos?“ Wir besitzen alle viel zu viel und meist liegt alles irgendwie rum oder wird schnell verstaut, damit es aus dem Blickfeld ist. Unzählige Dinge sammeln sich an, die man eigentlich gar nicht mehr mag oder braucht. Und dann muss man sich ja auch noch um den ganz normalen Haushalt kümmern … Wie man das Chaos ganz ohne Stress und Perfektionismus in den Griff bekommt, das zeigt die Aufräum-Expertin Jelena Weber, auch bekannt als jelena_diy. Sie hat verschiedene Methoden zum Ausmisten und Ordnunghalten getestet und weiß, welche am besten funktionieren. Ihre Erfahrungen und wirklich alltagstauglichen Tipps und Tricks zum Aufräumen, Ordnen und Putzen hat sie nun zusammengestellt: - Aufräum-Methoden im Praxistest - Wie du dich aufraffst und Routinen entwickelst - Wohin mit den aussortierten Sachen? - Nachhaltige DIY- und Upcycling-Ideen Und die Seele freut sich mit: Lass unnütze Dinge los, halte das, was dich glücklich macht, in Ordnung und schaffe dir dein Wohlfühlzuhause!"

Wie war's?
Ich muss sagen ich wusste zu Beginn nicht so ganz, was mich erwartet, da ich die Autorin nicht kannte bzw. mir ihr Instagramkanal unbekannt war. Nichtsdestotrotz kam dieser Ratgeber wie gerufen, stand doch der große Frühjahrsputz samt Ausmistaktion an.
Zunächst einmal - und das möchte ich ganz besonders betonen, einfach weil es nicht typisch für eine solche Art Buch ist - es lässt sich super lockerflockig lesen. Die 180 Seiten rund ums Aufräumen und Ordnung halten gingen weg wie nichts und ich hatte schon während des Lesens unglaubliche Lust, endlich mit dem Räumen loszulegen.
Die Autorin unterteilt ihr Buch in verschiedene, aufeinander aufbauende Bereiche, wie z.B. Ausmisten, Aufräumen, Ordnung halten, Sauber machen. Dabei folgt sie nicht einer klaren Methode oder preist ihr Vorgehen als das einzig richtige an, sondern stellt ein paar Methoden vor, die sie ausprobiert hat, gibt Tipps, die sich für sie bewährt haben und betont charmanterweise auch immer wieder, dass sie nicht perfekt ist.
Ich konnte für mich wirklich einige Dinge mitnehmen, die ich bereits begonnen habe im alltäglichen Leben umzusetzen (z.B. "keine leeren Wege"). Bei der nächsten Räumaktion werde ich mir diesen Ratgeber definitiv erneut zur Hand nehmen, um mich besser zu strukturieren. Eine echte Hilfe!
 
Was war besonders?
Ich habe mir in diesem Buch alle Top 5 Listen markiert, denn hier gibt es nochmal schnell alles Wichtige auf einen Blick, wenn man doch nur mal kurz nachschlagen möchte. Super hilfreich!

Reading Der Aufräum-Kompass makes me feel like...
...leicht zu lesen, tolle Tipps und ohne großen Schnickschnack. Dieser Aufräumratgeber tut genau das, was er soll!

Mit herzlichem Dank an den Verlag und Netgalley.de für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 23. Februar 2021

Rezension: Madame Bovary - Illustrierte Schmuckausgabe

 

Madame Bovary von Gustave Flaubert, erschienen bei Coppenrath, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, 24€

Worum geht's? 
[Klappentext]
"Emma träumt von einer mitreißenden Liebe, wie sie in Geschichten beschrieben wird, und von einem aufregenden Leben jenseits der Provinz, in der sie aufgewachsen ist. Sie heiratet den Landarzt Charles Bovary, der sie verehrt, aber nicht glücklich machen kann. Voller Leidenschaft stürzt sie sich in ein vermeintlich anderes Leben und verstrickt sich in einem stetig wachsenden Lügengebilde. Für seinen sachlichen Blick auf die Geschehnisse musste Flaubert sich seinerzeit vor Gericht verantworten. Eine aufklappbare Karte, zeitgenössische Werbeanzeigen und vieles mehr lassen die Geschichte lebendig werden."

Wie war's?
Meine aktuelle Lust klassische Literatur zu lesen ließ mich ziemlich schnell bei den wunderschönen Schmuckausgaben des Coppenrath Verlags landen - ich bin einfach nach wie vor völlig verliebt in die Ausgaben von Peter Pan, Die Schöne und das Biest oder Die kleine Meerjungfrau. Mittlerweile finden sich noch einige Klassiker mehr im Programm und Madame Bovary fand ich besonders spannend, hatte ich es doch zuvor nie gelesen oder groß davon gehört.
Die Geschichte von Madame Bovary ist gelinde gesagt einfach nur traurig. Beim Lesen war ich für meine Verhältnisse ziemlich emotional, da ich mit viel Wut und Unverständnis zu kämpfen hatte. Dies liegt zum Einen am Verhalten der Protagonistin, die sehenden Auges in ihr Unglück rennt, zum anderen natürlich an den vom Autor sehr treffend eingefangenen gesellschaftlichen Verhältnissen und Strukturen dieser Zeit.
An dieser Stelle sei gesagt, dass Flauberts Schreibstil zwar gewöhnungsbedürftig, aber durchaus amüsant und vor allem gut verständlich ist (das ist ja bei Klassikern immer so eine Sache). Schon nach kurzer Zeit konnte ich ohne Irritationen durch die Seiten fliegen.

Was war besonders?
Es dürfte klar sein dass die liebevolle Aufmachung die absolute Besonderheit ist - dieses Buch trägt den Titel Schmuckausgabe absolut mit Recht. Schon wenn man das Buch in den Händen hält spürt man die hochwertige Aufmachung, und wie immer gibt es drinnen so viel zu entdecken. 
Man sollte schon darauf achten, nicht schon zu Beginn die 11 wunderhübschen Überraschungen (z.B. eine Karte von Paris, zeitgenössische Werbeanzeigen, ...) herauszuholen, da sich bei ihrer Positionierung definitiv etwas gedacht wurde (sprich sie passen zur Stelle im Buch). Für mich haben sie das Lesegefühl definitiv intensiviert - mal ganz abgesehen davon, dass die traumhaft Gestaltung von Illustratorin Barbara Behr auch ohne Kontext absolut überzeugt.

Reading Madame Bovary makes me feel like...
...eine tragische Geschichte, aber wunderschön verpackt - ein Schatz in jedem Bücherregal!

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Mittwoch, 3. Februar 2021

Rezension: The Cousins


The Cousins von Karen M. McManus, erschienen bei cbt, Gebundene Ausgabe, 432Seiten, 20€

Worum geht's? 
[Klappentext]
"Drei Cousins. Eine Familie. Ein tödliches Geheimnis.

Milly, Aubrey und Jonah Story haben ihre legendäre Großmutter Mildred Margaret Story nie kennengelernt. Ihre Eltern sind schon vor langer Zeit von der High-Society-Matriarchin enterbt worden. Da erhalten die Cousins einen Brief: Sie sollen den Sommer auf dem Story-Anwesen auf Gull Cove Island bei ihrer Großmutter verbringen. Obwohl sich Milly, Aubrey und Jonah seit Kindesbeinen nicht gesehen haben, sind sich ihre Eltern einig – das ist die Chance, sich wieder auszusöhnen. Doch als die Cousins auf der Insel eintreffen, wird schnell klar, dass Mildred Margaret Story andere Pläne verfolgt – und dass die Story-Familiengeschichte dunkle Abgründe birgt. Diesen Sommer werden Milly, Aubrey und Jonah alle Geheimnisse aufdecken. Auch das letzte und tödlichste."


Wie war's?
Wenn man ein Buch von Karen M. McManus beginnt, weiß man eigentlich ziemlich schnell, dass man in den nächsten Stunden zu nichts anderem als zum Lesen kommen wird. Die Autorin versteht es einfach, ihre Geschichten so mitreißend zu inszenieren, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Und The Cousins war mal wieder hundertprozentig das, was man sich von ihr erhofft und wünscht - spannend, mysteriös, ein cooles Szenario und sympathische Protagonisten, mit denen man gerne alle Geheimnisse lüftet.
Erzählt wird das Buch aus den Perspektiven der drei Cousins Jonah, Aubrey und Milly, die nicht viel unterschiedlicher sein könnten. Zudem gibt es noch einige Zeitsprünge in den Sommer 1996, die uns immer wieder mit kleinen Informationshäppchen aus der Vergangenheit teasen. Ich mochte diese Zeitsprünge wahnsinnig gerne. Mit dem "Wissen von jetzt" war es umso spannender zu sehen, wie dieser Sommer, der zu allem geführt hat, ausgesehen hat.
Über das eigentliche Geheimnis und die Zusammenhänge mag ich an dieser Stelle natürlich nichts verraten, aber ich kann sagen, dass alle offenen Fragen geklärt werden und alles logisch und ohne lose Fäden aufgelöst wird (sowas ist mir immer sehr wichtig, vor allem bei einem Einzelband).
Insgesamt fand ich es zwar nicht ganz so mitreißend wie 'One of us is lying', aber das ist meckern auf hohem Niveau - schließlich reden wir hier nun schon vom vierten Buch der Autorin und man hat das Erzählprinzip bereits etwas verinnerlicht. Nichtsdestotrotz hatte ich äußerst unterhaltsame Lesestunden und würde dieses Schätzchen jedem Jugendthriller Fan wärmstens empfehlen.

Was war besonders?
Tatsächlich finde ich es ziemlich besonders zu sehen wie es der Autorin gelingt, dasselbe Prinzip immer wieder spannend zu verpacken.

Reading The Cousins makes me feel like...
...sehr sehr unterhaltsam! Wo Karen M. McManus drauf steht, steckt eben auch Karen M. McManus drin. Definitiv eine Meisterin ihres Fachs!

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

Montag, 4. Januar 2021

Rezension: Breakaway (Away-Reihe, Band 1)

 

Breakaway von Anabelle Stehl, erschienen bei LYX, Broschiert, 464 Seiten, 12,99€


Worum geht's? 
[Klappentext]
"Nur bei dir fühle ich mich frei ...

Für Lia bricht eine Welt zusammen, als ihr eine einzige Nacht zum Verhängnis wird. Nicht nur folgen ihr seitdem die Blicke und das Getuschel ihrer Kommilitonen überall auf dem Campus - selbst ihre Freundinnen wenden sich von ihr ab. Als sie es nicht länger erträgt, packt Lia kurzerhand ihre wichtigsten Sachen und setzt sich in einen Bus nach Berlin. Sie hofft, in dem anonymen Trubel der Hauptstadt einen klaren Kopf zu bekommen und wieder zu sich selbst zu finden. Doch dann trifft sie auf Noah, der ihre Welt von einem Moment auf den anderen ein weiteres Mal auf den Kopf stellt ..."


Wie war's?
Ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch - ein NA Roman einer deutschen Buchbloggerin, welcher in Berlin spielt. Endlich mal was Neues!
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und auch die beiden Protagonisten, aus deren Sicht die Stroy abwechselnd erzählt wird, konnte man sich ziemlich schnell vorstellen.
Dass das ganze Buch innerhalb von 8 Tagen spielt und nicht so wirklich realistisch ist, war für mich eigentlich kein Problem. Damit kann ich mich immer ganz gut abfinden. Aber leider konnte mich aber die ganze Geschichte der beiden nicht so wirklich packen...Irgendwie war alles etwas blass, und ja, langweilig. Die Erzählung plätschert nur so dahin, es gibt kaum Infos oder interessante Momente, vom Funken sprühen zwischen den beiden Hauptakteuren mal ganz abgesehen. Für mich war es auch etwas zu viel 'konstruiertes Drama', vor allem auf Noahs Seite.
Insgesamt ist das Buch soweit zwar rund, aber das gewisse Etwas fehlt leider immens. Ich musste mich wirklich zwingen, die letzten 150 Seiten zu lesen, und das obwohl hier sonst der dramatische Höhepunkt und die große Enthüllung liegt.
Die Umsetzung des großen Geheimnisses...Hmm. Ich mag hier nichts vorweg nehmen, aber mir hat es nicht so gut gefallen. Zwar finde ich es gut, dass die Autorin sich an ein so brisantes Thema gewagt hat, aber mir hat da etwas die ernsthafte Auseinandersetzung gefehlt.
Die Nebenfiguren Phuong und Daniel waren tatsächlich mein kleiner Lichtblick. Die beiden fand ich wirklich unterhaltsam und ich hätte mir wesentlich mehr Szenen mit ihnen gewünscht, da sie einfach etwas Pep gebracht haben.
Was ich tatsächlich als sehr störend empfand waren einige Lektoratsfehler. Da gab es hier und dort mal ein Wort zuviel, einen vertauschten Namen oder eine oftmals wiederholte Satzstruktur...Wenn man beim Lesen mehrfach drüber stolpert finde ich es hier einfach auch erwähnenswert.

Was war besonders?
Die große Besonderheit dieses NA Romans ist natürlich der deutsche Schauplatz Berlin. Da die Geschichten dieses Genres sonst eher im amerikanischen bzw. englischsprachigen Raum angesiedelt sind, fällt es einem beim Lesen definitiv auf bzw. das Lesegefühl ist schon etwas anders. Ich für meinen Teil empfand es zumindest zu Beginn als äußerst ungewohnt, aber im Endeffekt als positive Abwechslung. Außerdem habe ich jetzt definitiv Lust mal nach Berlin zu reisen!

Reading Breakaway makes me feel like...
...leider ziemlich langweilig. Mich konnte die Geschichte trotz deutschem Hauptstadtfeeling leider nicht packen. Einen Folgeroman über die Nebenfiguren würde ich aber definitiv gerne lesen!

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Sonntag, 6. Dezember 2020

Rezension: Tasty Das Original - Die geniale Jeden-Tag-Küche

Tasty Das Original - Die geniale Jeden-Tag-Küche, erschienen beim Südwest Verlag, Broschiert, 192 Seiten, 17€

Worum geht's? 
[Klappentext]
"Neues vom erfolgreichsten Online-Kochkanal der Welt

Mit diesen 75 genialen Rezepten kommt man ganz easy und schnell zum großen Genuss – und das auch bei vollem Zeitplan. Denn Tasty weiß, dass man viel um die Ohren hat, also machen sie es schnell. Oder besser gesagt in der Küche geht es schnell: Mit genialen One-Pot-Wundern wie Spaghetti mit karamellisierter Zitrone und Garnelen oder 20-Minuten-Gerichten wie Zucchini-Parmesan-Puffern oder Hähnchentalern mit Krautsalat bekommt jeder schnell und mühelos leckeres Essen auf den Tisch.
Nur fünf Zutaten parat? Kein Problem, daraus werden leckere Blumenkohl-Mac 'n' Cheese. Und wäre es nicht genial, wenn man einmal kochen und davon die ganze Woche essen könnte? Spoiler-Alarm: Meal Prep macht es möglich.
Egal, ob man wenig Zeit, Zutaten, saubere Pfannen, Motivation oder alles andere hat, es gibt hier Essen für jeden. Denn Essen kann und sollte jeden Tag lecker sein."

Wie war's?
Wie seine Vorgänger kommt das Kochbuch im handlichen, gut lesbaren Format daher. Nach einer kurzen Einleitung geht es schon los: Die 75 Rezepte sind unterteilt in 'Alles aus einem Topf', 'Schongarer & Multikocher', '5 Zutaten (oder weniger)', 'In 20 Minuten auf dem Tisch', 'Besser als der Lieferservice', 'Ganz ohne Kochen', 'Bowls', 'Für unterwegs' und 'Zum Naschen'.
Schon beim ersten Durchblättern sind ganz schön viele Klebestreifen als Markierung auf den Seiten gelandet - dass ist für mich eigentlich immer das erste und wichtigste Anzeichen, ob ein Kochbuch für mich funktioniert.
Im Vergleich zu den anderen Tasty Kochbüchern finde ich dieses hier wesentlich weniger 'fancy', was absolut positiv gemeint ist. Die Rezepte sind nicht unbedingt so aufwendig und die Zutaten definitiv leichter zu besorgen.
Ein Manko ist allerdings, dass der Titel mit 'die geniale Jeden-Tag-Küche' vielleicht etwas irreführend ist. Natürlich kann man jeden Tag etwas aus diesem Kochbuch machen - aber es ist nicht unbedingt so einfach. Die meisten Rezepte dauern eben doch ein Weilchen oder sind nur mit bestimmten Geräten wie z.B. dem Schnellkochtopf  effizient zeitsparend umsetzbar. Das hiermit alles fix erledigt und (vor-)gekocht ist - von diesem Gedanken muss man sich leider verabschieden.
Nichtsedstotrotz habe ich ziemlich viel Inspiration aus den Rezepten für meinen Alltag ziehen können und freue mich schon drauf, auch die restlichen 'Klebezettel' noch auszuprobieren.

Was war besonders?
Der Hühnchen Potpie (S.19) hat es mir so richtig angetan!
Darüber hinaus gibt es tolle Meal Prep Ideen und Varianten, die ich so noch nicht kannte und die definitiv ausprobiert werden müssen.

Reading Tasty Das Original - Die geniale Jeden-Tag-Küche makes me feel like...
...auch wenn der Titel nicht ganz hält, was er verspricht -  dieses Buch ist bisher mein Liebling in der Tasty-Reihe.

Mit herzlichem Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar

Samstag, 3. Oktober 2020

Rezension: Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 1 (Fallen Academy Reihe 1)


Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 1 von Leia Stone, erschienen bei ONE, Gebundene Ausgabe, 368 Seiten, 17€


Worum geht's? 
[Klappentext]
"Eine Welt zwischen Engeln und Dämonen

Als pechschwarze Flügel aus Brielles Rücken wachsen, ist klar, dass etwas völlig falsch läuft. Kann es sein, dass in ihr ein Dämon schlummert? Dennoch wird sie an der Fallen Academy der Engel aufgenommen. Mit ihren schwarzen Flügeln ist sie dort allerdings eine Außenseiterin. Da hilft es auch nicht, dass der attraktive Lincoln Grey ihr das Leben noch schwerer macht. Dann wird ihre Zugehörigkeit an der Academy von höchster Stelle angezweifelt, und damit ist das Chaos für Brielle perfekt ..."


Wie war's?
Ich liebe Geschichten über Engel - demenstprechend bin ich schnell am Klappentext von Celestial City hängen geblieben. 
Das Worldbuilding mag zwar nicht das aufwendigste sein, aber ich fand das für Engel und Dämonen gespaltene LA ziemlich cool und interessant. Vor allem die Idee der Akademien und Zugehörigkeiten bietet für mich viel Potenzial und ich bin schon gespannt, was da noch so kommt.
Die Charaktere sind hingegen leider ziemlich...klischeehaft. Das ist per se nicht schlimm, aber die Geschichte war dadurch zum Großteil sehr vorhersehbar. Trotzdem hat man sich beim Lesen sehr wohl gefühlt - vielleicht gerade, weil selbst bei actionreicheren oder gefährlicheren Szenen klar war, dass alles gut wird.
Protagonistin Brielle ist mir zwischendurch etwas zu sehr ins bockige Teenagerverhalten abgerutscht (vor allem in Bezug auf Lincoln), aber es war aushaltbar. So richtig fühlen konnte ich die Anziehungskraft zwischen den beiden zwar nicht, aber das war für mich ok. Ich mochte dafür die frechen Schlagabtausche und das ganze Drumherum unglaublich gerne.
 
Was war besonders?
Sera - ich möchte sie auch haben!

Reading  Celestial City - Akademie der Engel: Jahr 1 makes me feel like...
...klischeehafte, aber unterhaltsame Urban Fantasy mit hohem Teenie-Romance Faktor. Ich freue mich auf Teil 2!

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

Montag, 7. September 2020

Rezension: A is for Abstinence (Kellywood-Dilogie, Band 2)


 A is for Abstinence von Kelly Oram, erschienen bei ONE, broschiert, 336 Seiten, 12,90€


Worum geht's? 
[Klappentext]
"Kyle Hamilton hat alles, was er sich immer gewünscht hat - Geld, Ruhm und einen Job, den er liebt. Trotzdem scheint dem Sänger der Band Tralse etwas zu fehlen. Richtig glücklich war er schon lange nicht mehr. Angst und Stolz haben ihm Steine in den Weg gelegt, und sein Herz hat Risse bekommen. Immer wieder muss der Rockstar an ein ganz bestimmtes Mädchen aus seiner Vergangenheit denken: Val will ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen. Vier Jahre sind vergangen, und Kyle hat sich verändert. Er ist erwachsen geworden - und bereit, endlich für seine große Liebe zu kämpfen!"

Wie war's?
Band 1 hat mir - bis auf den Prolog - damals super gefallen und ich war gespannt, wie es mit Val und Kyle weitergeht.
Gleich die erste Überraschung war, dass ein Zeitsprung von vier Jahren stattgefunden hat. Damit hätte ich so nach dem Ende von Teil 1 nicht unbedingt gerechnet, aber für die Geschichte war es zuträglich. Sowohl Val als auch Kyle sind nun erwachsener (prinzipiell zumindest) und die Beziehung der beiden konnte über die Highschool hinauswachsen.
Da dieses Mal aus der Sicht von Kyle erzählt wird, konnte man seinen Charakter und seine Hintergründe näher kennenlernen. Leider muss ich sagen, dass es für mich nicht so gepasst hat. Ja, er ist der berühmte Rockstar, aber auch er muss doch mehr im Sinn haben, als Virgin Val zu entjungfern... Man spürt zwar die Chemie und Anziehungskraft zwischen den beiden, aber an vielen Stellen war es mir einfach too much. Sein Charakter blieb, trotz seiner Erzählperspektive, ziemlich flach.
Val hingegen ging mir sehr auf die Nerven. Bei ihr habe ich eine Weiterentwicklung wirklich vermisst. Dazu kam ein äußerst unglaubwürdiger Verlauf der Beziehung (keine Spoiler!) und viele, meiner Meinung nach übertriebene Streitgespräche.
Insgesamt empfand ich das Lesen hauptsächlich als anstrengend, da ich mit den Charakteren nicht mehr so klar kam wie noch im ersten Band. Schreibstil und Grundidee finde ich aber nach wie vor gut und interessant.

Was war besonders?
Ich fand den Wechsel zu Kyles Perspektive stimmig  - es gab der Geschichte definitiv eine neue Würze.

Reading  A is for Abstinence makes me feel like...
...leider nicht das Wahre. Der Ansatz der Geschichte ist nach wie vor spannend, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht überzeugen.

Mit herzlichem Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar